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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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tion der Kieselerde durch die Basis dieses Gases seye; daraus wurde denn

der Bergkrystall selbst eine solche Verbindung sey, eben so wie unser künstliches cÄ

eine Verbindung von Kieselerde und Laugensalz ist. Glas

§- 65.

Die Durchsichtigkeit des Glases, das aus Kieselerde und Lauqensalr in

hangt nicht blos von der vollkommenen Auflösung der Erde in dem Salze abvorzüglich auch von dem Verhältniß, welches zwischen diesen beyden Snbstanren .»,T,mGlas besteht. Denn wenn mau ein Glas macht, in welchem nach dem SchwebendThe.l Kieselerde gegen zwey Theile Laugensalz zurückbleibt; so wird die Masse aamundurchsichtig werden , weil zu viel Laugensalz darin ist, welches allein geschmolzen, nachdem Kaltwerden nie durchsichtig wird. v 4 ' ^

QBemi fcas ©tos gleiche Theile Kieselerde und Laugensalz enthält, so ist diese -warlose und im Wasser auflosliche Verbindung doch durchsichtig, hac aber nicht so v-eGlanz als andere Glaser, d.e mehr Kieselerde enthalten. Wenn endlich das Glasbeschaffen ist, baß in .000 Theilen nur etwa 200 oder gar . 50 TheileLangensllr uuück°bleibe; so ist es hart, rein, schimmernd, durchsichtig, und nähert sich der Schönheitdes Bergkrystalls. Mithin verhalt sich die Schönheit des Glases direkt wie die Menaeund verkehrt, f„ sein-2 °

Solche Produkte aber hangen von der bey chrer Verfertigung Statt gehabten Intensivnöch?g"war" ä6/ WCfC(?e Zerstreuung des überstüßigen Langensalzes

Gesetzt, man macht ein Gemenge von i Theil Sand und l§ Theil Laugensal;Dieses 2 Tage lang m einer Temperatur von etwa 3000 Graden geschmolzen, verwandeltsich m Glas, das aber sehr weich ist, und ohngefahr noch gleiche Theile Kieselerdeund Sand enthalt In einer <emperaki-r von 9200 Grade.i geschmolzen, giebt es einGlas, das 4 Theile Kieselerde gegen . Theil Laugensalz enthält. In einer Temperaturvon 10—12000 Graden endlich geschmolzen, enthalten 1000 Theile des aus demnamlrchen Gemenge erhaltenen Glases nur ohngefähr 750 Theile Kieselerde aeaen150 Theile Laugensalz. * ' J ä

In allen diesen Fällen bleibt bey einerley Feuersgrad die Beschaffenheit desGlases, und das Verhältniß der nach der Verglasung zurück bleibenden Kieselerde gegendas Alkali in einem leben beständig dasselbe, wenn sie gleich in den verschiedenen Fällenunter sich verschieden sind. Me§ überflüßige Alkali zerstreut sich „ach dem Verhältnißder Temperatur, ist daher von großer Wichtigkeit, sich die höchste Temperatur,welche die Äksen und die Hasen nur aufhalten können, ju uersthasten / wenn mandauerhaftes, wenig mit Laugensalz und stark mit Kieselerde verseükeS Glas erlangen willHieraus entstehet eine große Ersparniß; r) an Zeit, weil das Schmelzen und die Zer-streuung des überflüssigen Lcmgensalzes desto geschwinder von stakten gehen, je größer dieHitze des Ofens ist. 2) An Brennmaterial, welches allemal mit der Dauer der Schmelze,