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u,id der Läuterung oder Reinigung des Glases durch Zerstreuung des überflnßigen Alkaliim Verhältniß stehet. 3) Des Aufwands anLangensal; in dem Gemenge, weil der Sanddesto weniger Laugensalz ^um Schmelzen erfordert, je stärker die Hihe des Ofens ist.So muß ). B wenn man bey einer Hihe von 3000 Graden arbeitet, das Gemenge150 Theile Alkali, und 100 Theile Sand enthalten; bey 9020 Grad Hihe kann man100 Theile Alkali gegen 200 Theile Sand nehmen, und bey 12— iaooo Graden sind100 Theile Alkali gegen 22; Theile Sand genug.
§. 66 .
Wir haben eben gesehen, daß sich die Kieselerde in desto größerer Menge in demLaugcnsalz auflöset, je größer die dabey gebrauchte Hihe ist. Diese Eigenschaft hat, ausdiesem Gesichtspunkt betrachtet, einige Aehnlichkeit mit mehrern Salzen, von welchensich eine arössere Menge in heißem als wie in kaltem Wasser.auflößt; aber die Aehnlichkeitfällt weg^ wenn man in beyden Fällen auf das Rücksicht nimmt, was nach dem Erkaltenvorgehet. Sobald nach der Auflösung dieser Salze in Wasser die Temperatur etwasabnimmt, so fallen diese wieder zu Boden. Im Gegentheil krystallisirt sich gleichsamdas Glas, ohne daß sich seine Bestandtheile im mindesten scheiden, so langsam es auchabgekühlet wird, und so überflüßig es die Kieselerde enthält— eine merkwürdige Eigen-schaft dieser Verbindung, die aber bey der Kalkerde nicht Statt hat; hierin liegt derGrund, warum man Gläser, die blos aus Sand und Alkali gemacht werden, auf einenso hohen Grab der Reinheit, Durchsichtigkeit und Streifenlosigkeit bringen kann, indemdie Verbindung beständig bleibt, ohne eine Neigung, ihre Bestandtheile von einander zutrennen, merken zu lassen, wenn gleich die Temperatur verändert wird. Bey alle diesermerkwürdigen und schätzbaren Eigenschaft finden sich aber doch Nachtheile ein, welchedieKünstler nöthigen, noch andere Substanzen in ihreKomposirionen einzuführen. Dasvorbeschriebene Glas ist zerbrechlich, es läßt nur schwer den Wärmestoff durch, und istdaher dem Zerspringen sehr ausgesetzt, wenn seine Temperatur schnell verändert wird.Es ist hart, wenig biegsam, schwer zu bearbeiten und mit dem Diament zu schneiden.Wir werden in dem Folgenden zeigen, in wie weit eS gelungen ist, diese Nachtheile zuvermindern.
Von dem Kalk.
§- 67.
Die Kalkerde, oder der kohlensaure Kalk (rohe Kalk), die Kreide zum Beyspiel,läßt sich für sich allein im Glasofenfeuer nicht verglasen. Sie erfordert selbst weit mehrLaugensalz zu ihrer Verglasung als die Kieselerde, und gelangt dennoch nicht eher dazu,bis sie in lebendigen Kalk verwandelt ist, und von der Kohlensäure frey gemacht wird,die sie neutralisirte. Daher kommt das heftige Aufbrausen bey dem Schmelzen solcherGlasmaterien, die kohlensauren Kalk enthalten. Das Aufsteigen der Materie kann sostark werden, daß die Häfen überlaufen, wenn man sie ganz voll macht. Wenn manblos auf die Beschaffenheit des Glases Rücksicht nimmt, so ist es fast einerley, ob man