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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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Von dem feuerbeständigen Laugensalz.

§- 70.

Das feuerbeständige Laugensalz ist der Fluß, oder das Schmelzmittel, dessen man 'sich zum Schnieilze» eines Gemenges von Kiesel-und Kalkerde bedienet, die vereinigt mitjenen, das Glas hervorbringen sollen. Diese drey Substanzen machen allein die Bestand-theile des leichtem Glases aus; setzt man aber an die Stelle des Kalks eine oder mehreremetallische Oxyden, so erhält matt das schwere Glas, welches weiß und gefärbt seyn kann,und unter dem Namen Krystallglas bekannt ist.

Man hat zwey Arten von Laugensalz, nämlich die Pottasche und die Sode (sonstdas vegetabilisch« und mineralische Alkali genannt); man giebt dem einen oder dem andernden Vorzug, je nachdem man sich das eine oder das andere leichter verschaffen kann.

Von der Pottasche.

§. 71.

Die Pottasche wird aus der Asche aller Pflanzen gewonnen, außer einigen Artenvon Kali', die in gewissen Gegenden am Ufer des Meeres wachsen, und die Sodeliefern.

Die Vegetabilien, welche die meiste Pottasche liefern, sind:

1) krautartige Pflanzen, als Sonnenblumen (helianthus), Disteln (Carduus),Nesseln (Urtica), Wollkraut (Verbascuin), Schirling (Cicuta), Atkich(Sambucus ebulus), große Kreutzwurz (Senecio), Pastinaken (Pastinaca),Schwerte! (Gladiolus) , Binsen (Juncus) rc. und eine große Menge vonPflanzen, die an trockenen und sumpfigen Orten wachsen.

2) Sträucher, als die Ginsterarlen (Genista), Meerbinsen (Juncus marjt.),Wachholderstrauch (Juniperus ), die Stechpalme (Ilex aquifolium), Spe:/-.-frailt (Erica vulg.), Schlingbaum (Viburnuin), Epheu (Ueäera), Hart.'

' riegel (Cornus sang) , Weißdorn, Schwarzdorn (Crataegus oxyacantha,prunus spinosa), Brombeerstrauch (Kubus), Weinrebenholz (Vitis) rc.

z) Das Reisholz der wilden und zahmen Bäume, ihre Blätter, und endlichdas Holz derselben selbst.

4) Die besondere Frucht des indischen Kastanienbaums (Aesculus hypoca-stanum).

Alle diese Pflanzen werden in Gruben, die man unter freyem Himmel in die Erdegräbt, zu Asche gebrannt, wobey aber zu merken ist, daß die Erde in den Grubenstark geschlagen werden muß, damit sie sich nicht mit der Asche vermengt.

Man muß die buschartigen Pflanzen kurz vor ihrer völligen Reife und ehe sie dieBlätter fallen lassen, sammle«, wenn man die größte Menge Asche erhalten will. Läßt

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