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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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man sie hinlänglich trocken werden, und brennt sie gut, so geben sie von 2 — io Pro-zent ihres Gewichts Asche.

Die Sträucher geben 2 — 5, und gewöhnlich 3 Prozent Asche.

Das kleine Astholz und die Blätter liefern 2—6, gewöhnlich 3 — 4 ProzentAsche.

Das Holz der Bäume endlich von f—2Z und gewöhnlich i Prozent.

Das Verbrennen muß so vollständig wie möglich geschehen, damit keine Kohlenzurückbleiben.

Die Asche muß in einem bedeckten Gebäude, dem Wind und der Berührung derLuft ausgesetzt werden, damit sie die Kohlensäure aus derselben anziehen kann, und derKohlenstoff losgemacht wird, der sich während der Einäscherung mit der kaustischenPottasche verband und die Lauge färbte, in welcher er nebst dem daraus zu erhaltendenSalz aufgelößt blieb.

§- 7 ».

Die Asche wird in hölzernen Kufen ausgelaugt, die nahe am Boden waagrechtdurchbohret, und mit einem Zapfen versehen sind. Das Loch ist inwendig mit einemScherben von einem alten Topf, oder besser mit einem durchlöcherten Brett bedeckt,damit die Lauge abfließt, ohne daß die Asche das Loch verstopfen kann. Man legt aufden Boden der Kufe Stroh oder kleine Aeste, bedeckt diese mit einem groben leinenenTuch, damit die Asche nicht durchkann. Hierauf wird die Kufe bis auf etwa 3 Zollvom Rand mir Asche angefüllt. Man drückt dieselbe ein wenig ein, und schichtet siegegen den Rand auf, damit das Wasser sich nicht so leicht längs den Wänden durchseiget.Nun wird die Kufe mit Wasser gefüllt, welches 9—10 Stunden darüber stehen bleibt;man läßt alsdann die Lauge durch das Abzapfloch abfließen, mid gießet frisches Wasserauf die Asche, welches 2 Stunden darüber stehen bleibt, und dann ebenfalls abgezapftwird; man gießt nach und nach noch einigemal Wasser auf, laßt es jedesmal einigeStunden stehen, und seht überhaupt diese Operation so lange fort, bis eine besondersdazu eingerichtete Salzwaage nur ohngefähr noch £ Grad zeiget, das heißt, bis die letzteLange nur noch £ Prozent Salz enthält. Man dünstet die Lange in eisernen Kesseln oderPfannen ab. Was nach der Abdünsiung von der Lauge übrig bleibt, ist das Laugensalz,welches die Franzosen besonders Latin nennen. Dieses wird bey einem gelinden Reverrberirfeuer (erst getrocknet, dann) kalcmirt, damit die verbreunliche Materie, welche mirder Lauge übergegangen war, verbrenne, und alsdann nennt man die Masse Pottasche.Wenn man sie aufheben will, so muß sie in Fässer gepackt, gegen die äußere Luftgeschützt, und an einen recht trocknen Ort gestellt werden. Die erhaltene Pottaschebeträgt zwischen 8 und 20 Prozent des Gewichts der Asche.

Im Großen und mit einem schicklich eingerichteten Siedhaus geschiehet die Arbeitmit möglichster Ersparniß folgendergestalt.