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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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197
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Gesetzt man habe fünf Reihen Kufen, die wir mir N°. i. N°. 2. N°. 3. je. bezeich-nen wollen. Nun wird die Lauge, welche von der frischen Asche in N°. 1. abfließt, gleichin das gemeinschaftliche Behälter vor die Siedlauge (die nun verfotten wird) gelassen.

Die zweyte Lauge von N°. 1. kommt auf die frische Asche in N°. 2. und die Laugevon N°. 2. wird in das oben bemeldte gemeine Behälter gethan.

Die Zte Lauge von N°. 1. wird in N . 2. geschüttet, das schon einmal ausgelaugtist; die abfließende Lauge von N°. 2. kommt auf die frische Asche in N°. 3. und von dainö Behälter.

Die 4te Lauge von N°. x. kommt wieder über das schon 2mal ausgelaugte N°. 2.von da über das einmal ausgelaugte N°. 3. von da über die frische Asche in N°. 4, undvon da in das Behälter, und so wird die Arbeit der Reihe nach fortgesetzt.

Durch dieses Mittel wird die Lauge in dem Behälter so stark, wie möglich, eheman noch mit dem Verdampfen anfängt. Sie ist ohngefähr bis auf 20 Grade (20 Pro-cent) koncemrirt. Ueber die Reihe Kufen, die schon 4mal ausgelaugt sind, schüttetman zuletzt doppelt so schwer frisches Wasser als die frische Asche wog, um das Salz, soviel möglich, vollends heraus zu ziehen.

1 Bessere Einrichtungen kommen unten bey ber Sobe vor.

Zusatz. Bey diesen so wie bey dem weiter unteir vorkommenden Reinigungsgeschäfteder Sode ist ein Areometer oder Salzwaage ein sehr nützliches Instrument. Aufder Glashütte hat man alles zu Gebot, was zu seiner Verfertigung gehört, eswird also nicht überflüßig seyn, hier eine Beschreibung herzusetzen, wie sie gemachtwerden; ich entlehne solche aus Karsten s Mathematik Tom. III. S.282. wasdie Methode betrifft. Ich lasse ein starkes Brett 2 } Fuß lang, 8 Zoll breit ver-fertigen, welches auf 3 in einem Dreyeck stehenden Schrauben ruhet, um eshorizontal stellen zu können. In der Entfernung von 2 Fuß von einander sind2 hölzerne, 2 Zoll dicke Säulen senkrecht auf das Brett befestiget. An die einewird ein Papier befestiget, worauf ich die Scala zeichnen will, auch befindetsich ein Schieber daran, der irgendwo mit einer Schraube festgestellt wird, ander andern ist ein Schieber beweglich, der in einer beliebigen Höhe mit einerSchraube kann festgestellt werden. An diesem Schieber isi ein 2ter befindlich miteiner feinen Messingschraube, welche ihn sanft auf- und niederbeweat, auchfest halt. An diesem rten Schieber ist eine \ Zoll dicke, 8 Zoll lange Röhrebefestiget, die an einem Ende ein kleines Loch, am andern ein Fadenkreuz trägt.An der Röhre ist ein kleines Niveau befestiget, baS versichert, ob die Röhrenicht aus ihrer parallelen Lage heraus gewichen ist. Ferner habe ich von verzinn-tem Blech ein Gesäß, das etwas mehr als i Maaß Wasser hält, und genauauf die Maaß geeichet und gezeichnet ist. Run lasse ich Röhren ziehen 4 — sLinien im Durchmesser, aus diesen werden Stücke 10 Zoll lang geschnitten, und»n jede wird nicht weit vom Ende eine Kugel von x8 Linien, an das Ende aber