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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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211
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e e. zwey Schornsteine; jeder ist mit einem Schieber versehen, damit man dieHitze bald unter die eine, bald unter die andere Pfanne leiten kann, sowie es nöthig ist.

Noch muß ich einer Vorrichtung gedenken, welche sich durch Einfachheitund Wohlfeilheit sehr zu empfehlen scheint. Ich entlehne sie aus dem vortreff-lichen Handbuch der Hüttenkunde von Herr» Professor Lampadius in Frey-berg. Sie kann sowohl zum Auslaugen als Versieben der Lauge sehr gutdienen.

Fig. 103. Tafel 10. stellt den Durchschnitt der ganzen Einrichtung vor.

a und b sind zwey starke Kufen aus 1* Zoll dicken tannenen Tauben; a wäre dievorbereitende, b die reducirende Kufe.

cefg. ist ein kupfernes Rohr, (könnte auch zu dem vorliegenden Gebrauchsehr wohl von gegossenem Eisen seyn.) In diesem ist

c. der Feuerherd mit dem kleinen Rost ä.

e. ist eine Erweiterung der Röhre, um die heizende Oberfläche zu vergrößern.Bey

k. hat die Röhre ein Knie, damit ihre Fortsetzung in der zweyten Kufe dienöthige Höhe erlange. Bey

g. ist der AuSgang der Röhre in den Schornstein. Bisweilen ist eine Verstär-kung des Feuers nöthig, dann wird vor dem Feuerherd c noch ein Rohrmit einem Rost, das ganz dem Theil c der Röhre c g gleich ist, vorge-stoßen und durch das kleine Gemäuer rn unterstützet.

Damit das Rohr durch seine Hitze bey c das Hol; der Kufe nicht verkohle,so wird das Holz um 2 Zoll weiter ausgeschnitten als das Rcchr bey c dick ist.Das Rohr hat bey c einen 6 Zoll breiten umgebogenen Rand, welcher auf deräußeren Seite der Kufe so befestiget wird, daß das Rohr nirgends das Hol;berühret. Zwischen diesem Rand um das Holz kommt erst eine dünne LageKütte aus frischer Kasematte und ungelöschteni Kalk, hierauf ein Streif vonFilz, über diesen eine dünne Bleyplatte, und auf diese wieder Kulte; nun wirdder Rand mir Nageln oder Schrauben stark an das Holz getrieben, und es mußalles recht trocken werden, ehe man den ersten Gebrauch davon macht.

Lampadius fand, daß mit dieser Vorrichtung gegen eine Bleypfanne (ver-muthlich von gleichem Inhalt) eine Holzersparniß von £ bis f Statt fand.

Im Vorhergehenden ist schon oft die Rede von bleyernen Pfannen gewesen.Diese haben außer dem, daß sie die darin gesottenen Salze nicht verunreinigen,entschiedene Vorzüge. Denn das Metall ist eins der wohlfeilsten; es ist alt undgebraucht eben so gut wie neu. Diese Pfanne kann sich endlich ein jeder leicht

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