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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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Die Gewichtsvermehrung kommt vom Wasser und der Kohlensäure her. DieHauprerscheinungen sind hierbei) die nämlichen, wie bey dem Verfahren der B. B.Leblanc, Dize und Shee. Die Wirkung der Verwandtschaften der verschiedenenSubstanzen bey gleicher Temperatur, und unter beynahe gleichen Umständen ist ebenfallsmit jenen ähnlich.

d. Der Bericht der Kommissarien enthält noch eine große Menge anderer Verfah-ruugöarten, um Sode aus dem Meersalze zu ziehen, z. B. der B. B. M a l h e r b e undAthenas Verfahren, die salzsaure Sode, oder das-Meersalz, durch schwefelsauresElfen und Kohlen zu zerlegen; ferner des B. Athen as Methode die nämliche Zerlegungdurch Kupfer und Zink zu bewirken; der B. B. Guyton und Carny, vermittelstdes lebendigen Kalkes; des B. Carny, vermittelst des rothen Bleyoxyds (Meuning);ferner das Verfahren, Meersalz in schwefelsaure Sode zu verwandeln, und zwar mitHülfe des Eisenkießes, den man damit, entweder mit Holz — oder Steinkohlen, oderTorf brennet.

Eine andere Verfahrungsart, die vorzüglich bey Krystallglashütten mit Ruhenangewendet werden kann, ist folgende.

e. Dritte Verfahrungsart der B. B. Captal und Bernard, das Seefalzzu zerlegen, und Sode daraus zu gewinnen.

»Man nehme 4 Centner fein durchgesiebte Bleyglötte, und vertheile sie zu gleichenTheilen in 4 große irdene und glasurte Gefäße."

»Man lasse ferner 1 Centner Seefalz in ohngefähr 4 Centner Wasser zergehen."

«Man gieße in jedes der 4 irdenen Gefäße den vierten Theil dieser Salzauflösung,damit ein Teig von geringer Konsistenz entstehe. Man lasse alles etliche Stunden langruhig stehen; und wenn man bemerkt, daß die Oberfläche weiß zu werden beginnt, somuß man mit einer starken hölzernen Schaufel den Teig umrühren, sonst würde er hartwerden, und ein guter Theil des Salzes der Zerlegung entgehen."

«Das Umrühren muß fortgeseht werden, je nachdem sich die Konsistenz vermehret,und man muß das Ganze mit neuen Portionen von Salzauf.ösung verdünnen, so daßimmer einerley Konsistenz^bleibet. Reicht die Auflösung nicht zu, so nimmt man gegendas Ende gemeines Wasser."

«Auf diese Weise gehet die Zerlegung in 24 Stunden vor sich, und man erhälteinen gleichartigen sehr weißen Teig, ohne Grumen, der einen weit großem Raum ein-nimmt, als die anfänglich gebrauchte Bleyglötte."

«Es ist gut, wenn man den Teig noch 24 Stunden in den Gefäßen läßt, und ihnvon Zeit zu Zeit umrühret, damit die Zerlegung desto vollkommener Statt habe."

«In diesem Zustand ist die Sode ähend, und mit salzsaurem Bley eingetränkt.Um die Scde hiervon abzuscheiden, so kommt es nur darauf an, dieses Salz auf eineschickliche Art zu waschen.

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