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«Zu dem Ende verdünne« man diesen Teig mit einer hinreichenden Menge kochendenWassers, welches man nach und nach zugießt, und dabey das Gemenge ohne Aufhörenumrührt; denn ohne diese Vorsicht grümmelt sich der Teig, und das Auslaugen wirdsehr erschweret."
»Man schüttet hierauf das oben stehende Sedewasser ab, und scheidet das übrigeAlkali von der Masse durch Filcriren und Pressen durch ein leinenes Tuch. Man erhältdie Sode in rrockner Gestalt, wenn man die Flüssigkeit in eisernen Gefäßen abdampft.Durch dieses Verfahren bringt man gegen 7 5 tb Sode aus, die um vieles reiner ist, alsdie beste käufliche, ob sie gleich^noch mit einer gewissen Menge salzsaurem Bley, undmanchmal auch mit ein wenig Seesalz vermischt ist, welches man aber durch nachfolgendewiederholte Bearbeitungen wegschaffen kann."
Diese anfänglich sehr ätzende Sode ziehet in der Folge viel Kohlensäure aus derLuft an, und vermehret ihr Gewicht.
Zusatz. Ich habe mir den Bericht der Kommissarien nicht verschaffen können, umdie übrigen Verfahrnngöarteu einsehen zu können, welches ich um so mehrgewünscht hätte, als hier kein Verfahren ausführlich angegeben ist, wie dasKochsalz zerlegt wird,, um entweder eine schwefelsaure Sode, oder das reinenicht Metall haltende Mineralalkali gleich selbst zu erhalten. Die schwefelsaureSode ist im Großen doch nicht so wohlfeil als das Kochsalz zu haben, und des-wegen interessirt uns Deutsche die Zerlegung des Kochsalzes, um Alkali zugewinnen, weit mehr als jene der schwefelsauren Sode. Wenn der Gebrauchder oxygenisirten Salzsäure zum Bleichen allgemeiner werden sollte, so gäbedieses freylich eine Aussicht, schwefelsaure Sode in wohlfeilem Preiß zu erhalten,und daraus nach obigen Verfahrungsarleu Alkali zu ziehen. Dazu wird aber,wohl noch etwas Zeit erforderlich seyn. Ich will einstweilen hier noch ausG ren s neuem Journal der Physik Band I. S. 123. eine Zerlegungsart anfüh-ren, die im Großen ausführbar zu seyn scheint, und wobey keine unnützen Rück-stände entstehen. Es hat zwar dasselbe mit dem zuletzt von Loysel angegebenenviele Aehnlichkeit, scheint aber doch Vorzüge zu haben, weil es das Alkali reinerliefern soll.
Drey Theile fein zertheilter Bleykalk, ein Theil in Wasser aufgelößtesKochsalz, und ^ des Gewichts der ganzen Masse (das Wasser abgerechnei)ungelöschter Kalk, werden zusammen in ein Gefäß gethan, u>»d wie oben bear-beitet, das Ganze wird ausgelaugt, die Lauge gehörig abgedampft, in einenKeller gestellt, so schießen nach einigen Wochen Krystallen von sehr reinem kohlen-sauren Mineralalkali an. Der ausgelaugte Rückstand ist salzsaures Bley,welches mit Kohlen geschmolzen, wieder reducirtes Bley biefert.
Produkte aus dem salzsauren Bley.
1) »Wenn dieses salzsaure Bley kalcinirt wird, so giebt eS eine dauerhafte glän-zend? gelbe Farbe, die man mit gutem Erfolg als Oelfarbe braucheir kann. “