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Mehrere meta llische feuerbeständige, oder im Feuer sich nicht fublimirendc Oxyden,welche den Komvostüionen zugesetzt werden, um die Schwere und strahlenbrechendeEigenschaft des Glases zu vermehren, wie Bley- und Wismukhoxyde, oder um dasGlas zu reinigen , und die von kohligen Materien herkommende gelbe Farbe zu vernichten,wie das Braunsteinoxyde, oder um das Glas ;u färben, wie Braunstein und Kobalk-ojn;t)e — alle solch e metallische Oxyde werden vor dem Fritten der Komposition zugesetzt.Denn sonst würde,« diese im Glasofen für sich sehr schmelzbare Oxyde, sehr bald zu einemflüßigen Glas wer den, und wegen ihrer großen spezifischen Schwere viel eher auf denBoden der Häfen fallen, als sie sich mit der Kieselerde und Alkali verbinden können.Man kann diesem Angemach durch nichts, als durch öfteres Umrühren des Glases in denHaftn abhelfen, wobey man aber Gefahr lauft, eine neue Farbe durch den Rost der.eisernen und kupfernen Werkzeuge, die hierzu gebraucht werden, in das Glas zu bringen»Die übrigen metallischen Oxyde werden gewöhnlich erst nach dem Fritten, bey dem Ein»sehen der Materie zugesetzt, solches geschiehet zum Beyspiel mit den Gold - und Sllberoxyden, welche das Glas färben, und deren Wiederherstellung man bey dem Frlllenbefürchten muß, wenn die Arbeiter aus Nachlässigkeit und Faulheit keine reine Flammeunterhalte»; ferner mir Kupfer-und Eisenoxyden, deren Färbekraft im Glase>on demGrade ihrerOxydirung abhängt; endlich mit den Spiesglas-, Zink- und Arfeuikoxyden,weil sie sehr flüchtig sind.
Die neuerlich gefritteten Glasmaterien zerstören und greifen die Häfen nicht so starkan, als die nicht gefritteten, weil sie i) keine Feuchtigkeit enthalten, und weil 2) dasAlkali in keinem freyen Zustande mehr darin ist.
Das Feuer yruß bey dem Fritten stufenweise geführet werden, anfänglich nur schwach,um die Feuchtigkeit zu zerstreuen, hernach stärker, um eine» Theil der Kohlensäure zuentbinden, endlich noch stärker, um die genauere Vereinigung der Glasmaterie durch eineanfangende Schmelzung des Alkali zu bewirken. In allen Killen muß die Flamme reinund ohne alles rustge Wesen seyn, und die Handarbeit eben so wie bey der Kalcinationbeschaffen seyn, wenn man weißes oder halbweißes Krystall - oder anderes feines Glasmachen will. Bey Bouieillenglas, wozu wir oben die Kompositionen angegeben haben,ist die Reinheit der Flamme nicht nölhig.
Das Fritten geschiehet in Oefen, die am Schmelzofen selbst angebracht sind, undmit ihm Gemeinschaft haben (man nennt sie Nebenöfen Arches), oder auch 1» ganzbesonders dazu erbaueten Oefen; die ersteren sind vorzuziehen, i) da wo man mit Holzfeuert, wo also die Flamme gehörig rein in den Nebenöfen kommt. ;) In Bouteillen»glashütten, die mit Holz oder Steinkohlen getrieben werden. 1 In diesen beyden Fallenwird an Brennmaterial ersparet, und die Glasmaterien können noch ganz glühend m denOfen unmittelbar gebracht werden, wodurch die Verglasung viel geschwinder vor sichgehet, und die Hären der Zerstörung nicht so sehr unterworfen werden, als wenn mandie Materien kalt einsetzte.
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