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Die abgesonderten Frittöfen sind im Gegentheil vortheilhafter bey Krystallglashütten,wo das Glas in bedeckten Häfen, um den Rauch zu vermeiden, bey Steinkohlenfeuergemacht wird.
i Die an die Schmelzöfen angehängten Frittöfen taugen durchaus nichts, nicht z» gedenken,das; selbst bey Holzbrand ein starker Rauch entstehet, welcher der Materie nachtheilig ist,so kann man ihnen nie den gehörigen Lrad von Hitze verschaffen, wenn man nicht die mitdem Schmelzofen kommuntcirende Oeffnung übermäßig vergrößern, der Temperatur desSchmelzofens also schaden, oder aber eine eigene Feuerung anlegen will; in keinem Fall«ist dann etwas gewonnen.
Fünfter Abschnitt.
Von den zu der Reinigung des Glases schicklichen Substanzen.
§. 97-
tz^)o «flöße Vorsicht man auch bey Vorbereitung und Aufbewahrung der ersten Materneu, die in Kompositionen zu weißem Glas kommen, anwendet; so kann es dochgeschehen, daß sie nicht den höchsten Grad der Reinheit erhalten, und färbendeStoffe in das Glas führen. Dieser Nachtheil trägt sich sehr oft durch Fehler bey derKalcination zu, wenn nämlich kohlenartige Substanzen in der Materie zurück bleiben,die das Glas gelb färben. Sobald man bemerkt, daß das Glas eine bleiche, oder gargelbliche Farbe hak, so nimmt man seine Zuflucht zu gewissen Substanzen, die geschicktsind, das Verbrennen jener färbenden Stoffe wahrend der Schmelze selbst in der Massedes Glases durch Zuführung von Sauerstoff zu bewirken, und dadurch ein 'weißes Glaszu verschaffen. Hierdurch wird eine neue Auflösung des Alkali in Wasser, die Kalcinarlion desselben, des Sandes und Kalks, und alle folgende Vorarbeiten ersparet. Maubedienet sich gewöhnlich, um diese Absicht zu erreichen, des Salpeters, des Braunsteinsund des Arseniks.
Von dem Salpeter.
§. 98-
Der Salpeter ist zugleich ein Fluß wegen seiner alkalischen Basis, und ein EntsärrLungSmittel durch seine Saure. Hundert Theile Salpeter enthalten nach Kirwan6z Theile reines Alkali. Wen» man ihn daher zu Kompositionen braucht, so vermehrter das schon darin enthaltene Alkali nach diesem Verhältniß, und man kann die Dosisdesselben vermindern.
Der Salpeter wird durch Kohlen (im Feuer) zerlegt, sein Alkali wird frey, auchseine Säure zerlegt sich durch die Verbindung ihres Sauerstoffs mit dem Kohlenstoff,und ändert sich in Kohlensäure und Stickluft um, die durch die Wirkung des Feuersverschwinden.