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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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237
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Von betn Arsenikoxyde.

§ 102 .

Wir haben im Vorhergehenden gesehen, wie sich das Arsenikcxyde mit dem Salpeterund dem Braunstein bey der Verglasung vertragt. Es wird nur durch Uebersäuerungfeuerbeständig, und geschickt, sich mit dem Alkali zu verbinden. In diesem Zustandeäußert es eine große Neigung die Feuchtigkeit anzuziehen. Ist das Glas weich undohnehin schon mit Alkali überladen, so macht es das Glas bald trübe, indem es sichnach und nach zersetzt. Mehrere Arten von Fensterglas, zu welchen man in Deutschland Ärünik nimmt, sind diesem Nachtheil unterworfen. Ist nun ein übermäßiger Gebrauchdes Arseniks in dieser Glasart nachtheilig, so muß er es »och in einem weit höheri, Gradeseyn, wenn er einen Bestandtheil desjenigen Glases ausmacht, das zu Trmkgefäßen,oder zu Auf ewahrung fetter Sachen, wie Oel , bestimmt ist. Daher ist es klug (jaPflicht), sich seines Gebrauches bey diesen Glasarten gänzlich zu enthalten.

Wenn Arsenikoxyde, mit kohlenartigen Materien vermengt, dem Feuer ausgesetztwird, so zerstreuet es sich mit Entzündung. Das Oxyde Zerlegt sich; der Sauerstoffverbindet sich mit dem Kohlenstoff, und zerstreuet sich, ein gleiches wiederfahrt demArsenik. Von dieser Eigenschaft hat man einen bessern Nutzen gezogen, als wenn manden Arsenik in dem Glas fixirct. Wenn man wahrend der Schmelze bemerkt, daß dasGlas wegen Fehler bey der Kalcination eine gelbliche Farbe annehmen will, so wirftman nach dem Beyspiel einiger Künstler ganze Stücke Arsenikoxyde in das geschmolzeneGlas, und rührt es wohl um. Der Arsenik nimmt den Kohlenstoff, der das Glasfärbte, hinweg; aus dieser plötzlichen Verflüchtigung 'entstehet eine Bewegung in derganzen Masse, welche die Reinigung des Glases und die Vertreibung der Blasen erleich-tert; aber man stehet leicht, daß dieses eigentlich mir ein Hülfsmittel gegen eine vorher-gegangene Nachläßigkeit ist. Es ist daher möglich, za vielleicht auch nützlich, denGebrauch des Arseniks bey dem gewöhnlichen Glas gänzlich zu verbannen.

Sechster Abschnitt.

Vtn dem Schmelzen der Glas Materien.

§ 103.

^ e Arbeiter des Glasmeisters haben zwey Hauptzwecke zum Gegenstand: der erste ist,dem Glas alle E genschafren zu geben, die es zu dem bestimmten Gebrauch geschicktmachen; die zweyte ist, die größtmöglichste Menge von Glas in einem bestimmten Zeiträum zu velalbeite», damit alles mit möglichster Ersparniß vollbracht werde. Nachdiesen beyden Hesichtspu»klen muß also die Zahl der Schmelzen und der Zwischenräumezwischen einer jeden geordnet werden.