Jüngst trennte man die Moral von derReligion, und trennte sie so, daß man, wieEschenmayr sich ausdrückt, diese zur Toch-ter, jene zur Mutter machte; das warder Fehlgriff der kritischen Philosophie.
Jtzt gewinnt es den Anschein, als wenneinige, im Gefühle, wie weit sich die vori-ge Denkart verirrt habe, indem sie dieMutter von der Tochter geboh-ren werden liesse, die Moral von derReligion wieder trennen wollten, und zwar' so sehr, als wenn die Mutter nimmer Mut-ter wäre, oder als rvenn Mutter und Toch-" ter einander nichts angiengen. In dem Ei-fer, den vorigen Irrthum wieder gut zn ma-chen, stehen sie im Begriff, eine unendliche"Kluft zwischen dem Schauen des Göttlichenund dem Thun des Pflichtgemäße» zu sta-tuiren.
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Lm-- LFern von diesen Extremen hielt sich daSapostolische Christenthum in Mitte, indem esReligion und Moral wunderbar in Linsschmelzte.
„Dein innerstes Auge, o Mensch! spra-„chcn Christus und seine Apostel, sey stets
„auf