Buch 
Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
Entstehung
Seite
37
JPEG-Download
 

auf das Göttliche gerichtet, indeß deineHand den Willen des himmlischen VaterSauf Erde vollbringt. Nie hemme dich derBlick auf das Göttliche im Blicke der Lie-be auf die leidende Menschheit, die deineHülfe ausruft! Nie hemme dich aber auchder Blick auf die leidende Menschheit imBlicke auf das Göttliche, das allgegenwär-tig dir nie ferne seyn kann!" Sieh , imMenschen Gott> ehre im Menschen, dendu liebst, Gott, her dich und ihn aneinan-der knüpfte. Der Genuß des Göttlichenwerde dir ein Strom zur Erquikung desmenschlichen Elendes, und die Erquickungdes Leidenden belebe in dir das Anschauendes Heiligen. Du bist sicherlich nie besser/als im unveränderlichen Aufblicke zu Gott,und nie tüchtiger zu Gott aufzuschauen,als iu und nach einer schönen That."

Mit andern Worten:

Das Eincsseyn deiner Vernunft mit demUrwahren, das Eincsseyn deines Willenö'mit dem Urgute», das Eineöseyn deinesGemüthes mit dem Urseligen das Ei-nesscyn deines Innersten mit dem Urschö-nen sey deine Religion; im Geiste die-ser Religion handeln deine Moral.

2Y.