Ein Sprichwort setzet die Virtuosen,in welchen der Kunstsinn vorherrschend ge-worden ist, unter schlechte Menschen, unddie Erfahrung widerlegt es nicht immer. Dar-an ist aber nicht die Natur, daran nichtdie R.unst, daran ist der Mensch schuld.
Ein überwiegendes Kunsttalent setzet über-wiegende Reizbarkeit für den Gegenstand derKunst voraus. Diese Reizbarkeit kann nunbald herrschend werde», und beherrscht, alsherrschend, natürlicher Weise Kopfund Her; — den ganzen Menschen, undbeherrscht ihn deßwegen, weil das Überwie-gende des Kunsttalentes nicht dem höchstenTalente der Menschheit (Religion und Tu-gend) ist untergeordnet worden.
Also auch die Excentricität desVirtuosen in Hinsicht auf sittliche Ordnung,beweiset, wie wahr die gegebene Ana-lyse der Menschheit sey.
4. Dies übcnvieqende ist ein Funke, der imSteine schlaft, bis der Hufschlag des vor-übereikendP, Pferdes ihn weckt. Der Anlaß,der das überwiegende Talent verrath, ist die-ser Husschlag. ES kann also nicht unwichtigseyn, diesen prophetischen Anlaß zu benzer-