55
senjungen, die ohne Mutterauge, das siebewachte, ohne Vaterernst, der sie bändigte,ohne Freundeshand, die sie lenkte. . . um-herlaufen, und das Schauspiel der Verwil-derung vor unsern Augen aufführen, ist daSLiebenswürdige der Kinderunschuld schon un-sichtbar geworden; aber gerade dies ist einMit - Beweis von der Geistlvsigkeit des Zeit-geistes, der «S wagt, ein Wort von Culturzu sprechen, und Verwilderung in dem kei-menden Geschlechte organisirt.
Z. Ein Menschenkind ist also ein Menschenkeim,der entwickelt werden kann und soll — zurHumanität - ein sinnvolles und sinnar-mes Wort, sinnvoll vor seiner Entweihung,itzt sinnarm, — da bereits die ärmlichste Ge-, berde eines Gecken sich human nennen laßt,und nächstens das Verbrechen die AufschriftHumanität an der Stirne tragen wird! Thie-re haben Junge, Menschen — Kinder —ein Ausdruck, der unserer Sprache Ehremacht, und anf die intelligente Natur derMenschen deutet.
Kindheit ist also „die Menschheit alsi Menschenkeim, in einem Individuum einge-schlossen;" ein Menschenkeim, der durch den
allf