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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
Entstehung
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56
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allmählig reifenden Wuchs als Lhier, und' durch allmählig reifende Geisteskraft als In-telligenz zum Menschen entwickeltwerden kann.

* Allerdings muß im Keime gleichsamvorgebildet liegen, was die Zeit nachherentwickelt. Wenn nun Erziehung wäre, wassie seyn sollte, so würde sie das, was imKeime vorgebildet liegt, gleichsam in dieWirklichkeit einführen, die Idee ver-körpern.

In einem Menschenkinds schläft also ei-ne zweyfache Potenz, die des animalischenund die des geistigen Lebens. In der Po-tenz des gnimalische» Lebens offenbaret sichJustine!/ Nothwendigkeit; in derPotenz des geistigen Lebens Selbstbe-wußtseyn, Freythätigkeit.

4. Das Menschenkind hat mit der Pflanzen-welt, aus der es ausgetreten ist, das Wachs-thum ; mit der Thierwelt, zu der es gehört,die Sensibilität, die Bewegung, das Vor-stellungs - und Begehrungsvermögen; mitder Menschl-eit, für die es als jin Ganzesund als Theil des Ganzen erzogen werden

soll.