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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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133
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da die Kinder des religiösen Gefühle- fä-hig sind, wie des moralischen und wie deSzärtliche» Gefühles der Älternliebe: so hies-se, sie ohne Religion entwickeln wollen,<«) das Höchste in ihnen unentwickelt las-sen, /,) dem moralischen Gefühle seine höch-ste Würde (daö Einesseyn mit dem reli-giösen) rauben, und c) die moralische Bil-dung selber unmöglich machen.

Man hat gestritten, ob man Kindern,und wie frühe man ihnen Religion beybringensolle? Dieser Streit war nicht viel vernünfti-ger, als wenn man gestritten hätte, ob undwie frühe man dem sinnlichen MenscbenSpeise darreichen solle. Gieb ihm, sobaldsich der Hunger reget, und gieb ihm die Spei-se, die sein Magen verdauen kann. Denn oh-ne Speise stirbt der sinnliche Mensch.

Ohne Religion ist der geistigste Menschim Menschen todt: also laß ihn nicht ohnediese Geisteönahrung, sobald er sie in sich auf-nehmen kann, und gieb ihm eine solche, dieder zarte Geist ertragen kann. WaS könnteeinfacher, überzeugender seyn?

. Wo-