z. In den reifern Jahren, die von reifenderVernunft ihren Werth und ihren eigenstenNamen haben, soll Religion als ein tvis»se n, als ein Mbefassendes, als Idee, indie Seele des Zöglings gelegt, und das Ge-fühl der Religion mit derselben, der wichtig-sten Angelegenheit angemessenen Treue gehü-tet, mit - erweitert und mit - gestärketwerden.
Religion als Gefühl, Religion als Be-griff, Religion als Idee, verhalte» sich genauwie die drey Entwickelungsstuffen der Mensch-heit, Sinn, Verstand, ausgebildete Ver-nunft. Ich sage: ausgebildete Vernunft; denndas religiöse Gefühl ist selber schon Funke-er beginnenden Vernunft ES ist überall,wo die Entwickelung in ihrem natürlichen Gan-ge ungestört bleibt, zuerst Gefühl, dann Be-griff, dann Idee, (Wissenschaft).
Erst ist Religion Gefühl des kindlichen,die ewige Liebe ergreifenden, Gemüthes. Danngesellen sich zu diesem Gefühle hellere Begriffe,das ist: das Unermeßliche wird, als ein Bild, j„ beschränkte Rahmen be-schränkender Begriffe gefaßt. Endlich einigensich, bey reifender Vernunft, alle Gefühle und
alle