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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
Entstehung
Seite
136
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alle Begriffe von dem Göttlichen, in der Ideedes Allerhöchsten.

Wie mit der Religion, so mit der Tugend.Tugend als Gefühl, Tugend als Begriff, Tu-gend als Idee verhalten sich genau wie diesel-ben Eutwickelungsweisen der Menschheit, Sinn,Verstand, ausgebildete Vernunft. Erst istTugend Gefühl des kindlichen, das heilige Ge-setz, GotteS Willen anfassenden Gemüthes.Dann gesellen sich zum Gefühle der Tugendeinzele hellere Begriffe von Pflichten, Tugen-den. Endlich einigen sich alle Gefühle und alleBegriffe von Tugend in der Idee des Guten.

Wie mit Religion und Tugend, so mitder kindlichen Liede gegen Ältern. Älternliedeals Gefühl, Älternliede als Begriff, Elternlie-be als Idee verhalten sich genau wie dieselbenEntwickelungöstliffen der Menschheit, Sinn,Verstand, ausgebildete Vernunft. DeinSohn hat z. B. noch nicht drey Jahre, undhangt mit zarter Liebe an seinem Vater . .kommt etwa dies Gefühl der Liebe zu frühe?Wolltest du dies Gefühl zurückweisen, bis derSohn z»m klaren Begriffe, was Vater sey,was der Sohn als Sohn dem Vater als Va-ter schuldig sey, gekommen wäre, und also au»

dem