den dcS Kinderherzens schon ein zweifachesUnkraut gebe, das der Sinnlichkeit,und das des vernunftlosen Begriffes.
Dies zeigt sich so recht in der zweyten Epo-che des jungen Alters; denn sobald die Knabennach Begriffen haschen wie nach denbunten Schmetterlingen: so laust das Gefühlder Religion Gefahr, im Gedränge der aufschies-senden Begriffe gar leicht verdrängt;» wer-den , so wie es in der Epoche des sogenanntenHähern Wissens, das gar oft nur ein ge-steigerter Begriff ohnealleJdee desGöttlichen ist, nicht nur versäumt, sondernals Unsinn geradezu verworfen wird.
Wenn also dein Zögling Religion haben,und behalten soll: so muß in ihm das Gefühlder Religion frühe gewecket, mit dem nach-kommenden Hellern Begriffe der Religion sorgsammitgebildet, und, bey zunehmendem höhe-rem Wissen der Religion, gewissenhaft erwei-tert, erhöhet, geftärket werden.
IX. Daß die Entwickelung und Erweite-rung, Erhöhung und Stärkung des re-ligiösen Gefühles in der Erziehung Haupt-sache sey, beweiset sich in den gefährlich-sten