Buch 
Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
Entstehung
Seite
155
JPEG-Download
 

(Führung) bedarf, so bedarf cS dieser Führungso lange, bis es sein Selbstführer werden kann.

Diese Momente sind die natürlichen Grän-zen der Unmündigkeit; wie Flüsse, Ber-ge die natürlichen der Länder.

i. Was zwischen jenem und diesem Momenteinne liegt ist die Linie der Unmündig-keit; und die Linie der Unmündigkeit ist auchdie Linie, die das Bedürfniß und die Dauerfremder Führung bezeichnet.

Diesem zufolge sind die natürlichen Mr», norcunitäts- Jahre so ungleich, wie die Men-schen, so, daß einer bis in das zwanzigste, derzweyte bis in das dreyßigste, der dritte bisin das sechszigste Jahr, der vierte sein ganzesLeben hindurch unmündig bleiben kann, undwohl auch bleibt. In diesem Falle ist denn dieLinie der Unmündigkeit gerade so lange,als die des Lebens. Und, so wie es einzeleRinder von hundert Jahren, so giebt esganze Nationen, die lange genug unmündigbleiben...

'2. Die Führung, die das Menschenkind erhält von dem Momente seines Eintrittes in die-ses Leben bis zum Momente, wo es sein Selbst-führer