sichrer werden und fremder Führung entbeh-ren kann, ist Erziehung.
Wenn wir uns eine Führung eines Menschen,kindes dächten, die erstens: von dem Mo-mente der Geburt anfienge, und bis zum Mo-mente der vollständigen Selbstführung ausdau-erte; die zweitens: in dieser ganzen Liniedem Ideale der Menschheit, den Bedürf-nissen der Kindheit, und den Entwicke-lungsgesetzen der Menschennatur, durchausangemessen wäre: so wäre diese Führung dieErziehung in der Idee.
In so ferne wir uns ein Wesen dachten,das s) die Führung eines Menschenkindes vondem Momente seiner Geburt bis zum Momen-te, wo es sein Selbstführer werden und ftem-der Führung entbehren kann, übernähme; dasd) diese Führung durchaus dem Idealeder Menschheit, den Bedürfnissender Kindheit, den Entwickelung s-geseyen der Menschennatur an-paßte: so wäre dieser Führer „der Erzie-her in der Ide e."
Die Idee der Erziehung ist also etwasganz anders, als die Convenienz, das Her-kommen, das Vormtheil, der Handgriff
der