steS, drücket nicht den Geist, sondern bildet undweihet ihn für den Dienst der Ewigkeit. Habtihr denn nie das Wort gelesen: „Traget Gottan eurem Leibe — und in eurem Geiste." —Wen» der Geist Gottes Tempel geworden ist,so wird der Leib, als Vortempel noch vom gött-lichen Lichte durchleuchtet werden, und gleichsamein Stralenbild des Göttlichen darstellen kön-nen.
Man hat den hellenischen Geist, der dieMenschen das Schöne schauen lehrt, demGeiste des Christenthumes entgegen, und die-sen durch jenen heruntersetzen wollen. Al-lein es ist theils Mißverstand , theils Un»verstand, was jene Trennung und dieseHerabwürdigung aussprach; denn da der Geistdes Christenthumes den Menschen zur LiebeGottes und der Menschheit bildet, so bildeter ihn ja eben zur Liebe des Urschö-nen, ohne welches kein Schönes Sinn undBestand haben kann.-Schöner ist kei-
ne Menschenseele, als die der Stral der ewi-gen Liebe verkläret hat! Und klein ist Ma-die Seele, die über griechisches Spiel undScher; sich nicht heben kann, und sich selbstdahin giebt „ewig Rind" zu seyn ....