Hausem, die lesen und schreiben, und nochobendrein den Anstrich der Gelehrsamkeit zukSchau tragen, ein ausländischer Vogel ist, derin unsere Gegenden nur auf Besuch kommt; so -m-läsit es sich auch schon daraus begreifen, warum, uz .bey so vielem Geschrey von Moralität und ins- ochÄbesondere von Moralität der Erziehung, s» viel nudUusittlichkeit in und ausser unsern Erziehungöan-stalten herrsche. Im Sprichworte zu reden, sä^ -—he» viele Prediger der Sittlichkeit es gerne, daß iman die Menschheit rein waschen, abernicht naß machen sollte. ^
Wer seine» Zögling gut bilden will, darf sich
III. nie schmeicheln, daß er den Zweck derErziehung erreicht habe, oder erreichenwerde, bis er seinen Zögling erstens: in dieGeheimnisse dieser heiligen Polemik ein-geweiht, zweytens: in diesem heiligenRriege geübet, und drittens: den Neulingdes Lebens in einen tapfern, gewandten,siegenden Streiter wider das Böse in ihmselber, verwandelt haben werde; denn allegerühmte Selbstständigkeit, wasman Tugend nennt, ist, ohne diese Geübt-heit im Kampfe wider das eigcnliebige Ich,wider das thörichte Selbst >— nur ein leerer
Traum.