Tk»um. Ein französisches Sprichwort sagtsehr schon: Loben heißt sich schla-gen— nämlich sich schlagen mit allem,was das Leben bedrohet; es konnte für eindeutsches Sprichwort gelten: Erziehenheißt sich schlagen — mit allem, was
den Reim des Guten bedrohet.
Aber, wenn die Sprichwörter ihre Wahrheitvon der Mehrzahl der Erfahrungen herneh-men müßten, so würde die Wahrheit diesesSprichwortes sich noch lange nicht geltendmachen können.
Da nichts gut ist, als daS Göttliche, »nddie Nachahmung, Darstellung des Göttlichendurch den nachbildenden freyen Willen: so sollder, welcher seinen Zögling gut bilden will,wohl auch davon überzeugt seyn, und dieseÜberzeugung seinen Einfluß auf Erziehung be-stimmen lassen:
IV. daß alle sittliche Bildung des Zöglingsnur alsdenn und in dem Maaße gedeihenkönne, wenn und in welchem Maaße seinRespect für das Heilige, und sein Eifeein Nachahmung des Heiligen — seineGotteoverehrung, im Innern gegründet»und von Innen aus lebendig werde.
* Auch