ohne Sinn ist, wie dein Gott. Deinen mora>lischen Gott würde er verstehen, wenn d» ihnin einem Menschen darstellen könntest. Wasdu nun nicht kannst, das kann, daS thut daSEvangelium, thut eS auf eine so freundlicheWeise. ES lehret uns unsern Gott in Christusanschauen; dies kann jedes kindliche Gemüth,i» mir, in dit und in jedem Rinde... wennes nur kindlich ist. Eben deßwegen ist die Kind-lichkeit des Gemüthes in aller sittlichen Bildungdes Menschen das Höchste, »nd das Unge»kannteste in unserm alleekennenden Jahrhun-derte. Und all eure Verstandes-Cultur, ihrBauleute des Verstandes, die die Kindlichkeitdes Gemüthes störet, ist mehr eine Vcrstande»-verrückung als Anbauung. Und wie einst Chri-stus sagte: wehret es den Rindlein nicht,lasset die Rindlein zu mir kommen: so rufeich zu den Pädagogen: Wehret es den Riet«nen nicht, zu Christus zu kommen: Beyihm finden sie den Gott, den ihr ihnen nichtgeben könnet: in seinem Auge lesen sie lau-ter Licht, in seinem Worte hören sie lau-ter Liebe, in seiner Geberde sehen sielauter Ruhe, in seinem Leben gemessen sielauter M i l d e und S e g e n. Und Licht undMilde und Ruhe und Segen ist unser Gott....»
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