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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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301
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wenigstens durch das Übergewicht des Zu-trauens zum Lehrwvrte des Erziehers,die Eindrücke des bösen Beyspiels geschwächtwerden; 4) daß der Zögling selber destomehr in der Selbstverläugnung vorgeübetwerde, je gefahrvoller für ihn die Umgebun-gen seyen. Und hier zeigt es sich schon,daß der moralische Erzieher nicht bloß insteter Polemik wider daö Böse im Zöglinge,sonder» auch in steter s-Polemik wider dasvon andern eindringende Böse, selbst auchin steter, Polemik wider Las Böse in sichselber, begriffen seyn muffe.

Vielleicht würde ein schwacher Knabe einMeisterstück von Raphael, das er frey und un-bedeckt, auf öffentlichen Strassen einer Stadt,in Mitte eines grossen Volksgcdränges, hindurchtragen müßte, vor dem Staube, der überallauffliegt, vor den Betastungen der Neugierde,vor den Zerdrückungen der Menge, die überallherbeyströmte, vor den Rothwürfen des Muth-willens, vor der Raubgier des Eigennutzes,sicherer bewahre» können, als ein Erzieher dasBild Gottes in der zarten Leinwand einesRnaben, in Mitte böser verführender Beyspiele,»»entstellt bewahren könnte.

Wer