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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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304
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keine Änffernng öffentlich werden lassen will, 'wider diese schonen Übungen einwenden. Ichweist aber auch, daß die Vernunft, die demVerstände Sinn, der Sinnlichkeit Regel, undder feinen Sitte eine feine Seele giebt, nichtsdawider einzuwenden vermag.

Nie ist die schone Kindlichkeit schöner, alsim kindlichen Gebete, das kurz seyn muß, um»nahe bleiben zu können, und herzlich, umGebet zu seyn.

Gleichsam Natur muß in ihm werden derRespect für den öffentlichen Gottesdienst, undeine Gegenwart bey demselben, die geistig istund erbaut.

Gleichsam Natur muß in ihm werden derpünctliche Gehorsam gegen die Befehle der Äl-tern, Erzieher, Vorsteher, und zwar unbedingterGehorsam. Rousseau selbst stimmt hierin mit allerWeisbeit überein:Es ist ein grosser Gewinn,die Kinder in vorkommenden Fa'llen mehr durchAuctoritat, als durch ausführliche Vorstellungenvon Gründen, zu regiren. Sobald man einmaletwas ihrem Urtheile unterworfen hat, glaubensie über alles urtheilen zu können; sie werden da-durch hinterlistig; werden Sophisten, ChicaneurS;

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