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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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305
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sie wollen alle diejenigen znm Stillschweigenbringen, welche die Schwachheit haben, sich ih-ren kleine» Einsichten zu widersetzen. .Wenn mansich darauf einlaßt, ihnen Rechenschaft von sol-chen Dingen zn geben, welche sie nicht im Stan-de sind zu begreifen: so schreiben sie die ver-nünftigste Behandlung, sobald sie über ihre Fas-sung ist, demEigensinne" zu. DaS einzigeMittel, mit Einem Worte sie auf die Stim-me der Verminst aufmerksam zu machen, ist:nicht mit ihnen zu rasonniren, aber sie zu über-zeugen , daß die Vernunft noch über ihre Jah-re ist."

IX. Dieses Gleichsam - Naturwerden des Gu-ten setzt aber bey den meisten Kindern dasEntwöhnen voraus das Schwerstealler Erziehung, das Entwöhnen von Recht-haberey , die, bey allem Unrecht, Rechthaben will; von Eitelkeit, die gern pra-lct; von Aranscköpferey, die sich in har-re Worte ausleeret; von Unmässigkeit inSpeis und Trank, die den Genuß nichtunterbrechen will; vom gebieterischen Re-den und Handeln gegen Hausgenossen, daSfrühe Anmassung und frühes Unrecht hcr-deyführet; von Arbeitscheu, die sich anU keine