werden. Die heilige Furcht Gottes *) sey dasElement, in dem sich die Tugendkraft des Kna-ben bewegen lerne. Und die Lehre von LeeFurcht Gottes sey die ganze Sittenlehre desZöglings, in der sich alle seine Tugenden verei-nen. In der Furcht Gottes concentrire sich seinGehorsam gegen Ältern, Lehrer, seine Liebezu den Verwandten und Nachbarn, und seineganze Regsamkeit.
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Wo weder das Beyspiel, noch die Liebe,weder der Ernst des Gebieters, noch die Bered-samkeit des Lehrers ausreicht — da trete Be-lohnung und Strafe ein. Denn, obgleich Be-lohnungen und Strafen den Menschen nicht gutmachen können, so können sie doch nicht nur dieUnarten entfernen, sondern auch das Über-gewicht der Sinnlichkeit, das dem Guten imWege steht, schwachen helfen, und werden indieser Hinsicht nicht selten unentbehrlich.
Die Gesetze, die die Vernunft dem Beloh,nen und Strafen der Kinder vorschreibt, sind:
i) Vom
*) Daß mir die Furcht des Herrn nur die kurze- Formel aller Religion, Tugend und Weisheitsep, soll keiner Erinnerung bedürfen.