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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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324
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Sobald das Verdrüßliche, das Grämlichein die Minen des Erziehers tritt, so hat er ge-nug zu thun, um sich zu bewahren und zu re-gnen : wie sollte er noch der Wachter und Führcreines Unmündigen seyn können? Und dann ver-scheuchet er das Zutrauen des Zöglings. Und dannmartert er den Unschuldigen mit peinlichen bit-tern Fragen, Auslegungen, Zumuthungen. Unddann verwandelt er die Lernstunden sich und demZöglinge in Folterstunden. Und dann bedürfteer selber eines Freundes, der die Stelle derVernunft an ihm verträte: wie sollte er nun dieStelle der mündigen Vernunft die ihm selbstnoch fehlt, an einem andern Unmündigen ver-treten ?

Wer seinen Zögling gut bilden will,

Xlll. der (um endlich mit Einem Worte alles zusagen) komme nicht nur hie »nd da auf Reli-gion zurück, als auf etwas, das auch Werthhat, und das etwa einen grossen Werthhat; sondern er setze die Religion schlecht«weg oben an. Ich sage: Er setze die Re-ligion schlechtweg oben an, und setzesie, so wie in seinem Lebe», also auch inseinem Amte, als Erzieher, oben an.Demi was ist das Böse, dessen Übergewicht

sich