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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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323
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der Fehler sey äusserlich bestraft, aber innerlichnicht gebessert, und äusserlich nicht auf immervermieden. Er lasse den Gestraften das Schänd-liche der Sünde fühlen, er gewöhne ihn, sichselber Gewalt anzuthun; er mache ihn aufmerk-sam auf die Anlasse, wo es ihm schwer werdenwird, sich selber Wort zu halten.

iy) Endlich hüte man sich von beyden Er-trcmen, deren das erste fast schon ausgcstorbcnist, und das zweyte bald daö alleinherrschendeseyn wird:

Die Rinder müssen geschlagen seyn,wenn die Erziehung gedeihen soll;"

und:Die Rinder dürfen nicht geschlagenwerden, wenn die Erziehung gedeihensoll."

k.

Die Menschlichkeit des Menschen

sey die Krone aller Tugenden des Erzieher-.Die unermüdliche Geduld, die unbesieglichetl-angmurl) das schwerste Kunststück des Er-ziehers, ist wohl auch das unentbehrlichste inder moralischen Bildung. Wenn dem Manneder Geduldfaden reißt, was soll aus dem Rindewerden?

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