sen, weil sie gerade'in dieser Angelegenheitper weisen Führung am meisten bedürfen.
Ich sage: die Aeltern sollen weise Füh-rer der Rinder, aber nur F ü h r e r sey».Weise Führer der Kinder sind die Ältern,wenn sie i) als Stellvertreter der mündigenVernunft, der Unvernunft in den Weg tre-ten, und offenbar-thörichte Verbin-dungen zu hindern suchen; wenn sie 2)zu passenden Verbindungen Bahnmachen; wenn sie z) um jene hindern unddiese anbahnen zu kennen, sich des Vertrau-end der Sohne und Tochter in den allerzär-testen Angelegenheiten ermächtiget haben, undes, als Freunde der Unerfahrncn, nur zumBesten dieser benützcn. Denn , ohne diesesrettende Vertrauen, verlieren sich die Neigun-gen der Kinder in Labyrinthe, aus denen soleicht kein Ausweg mehr zu finden ist, und dieÄltern werden die Verirrnng erst da üme, wonicht mehr geholfen werden kann.
Die Ältern dürfen aber nur Führer, kei-ne Gebieter, keine Herren seyn. Denn,wenn sie da, wo nur das Herz der Kinderentscheiden kann, als Gebieter Machtsprü-che thun wollten: so würden sie in die Ober«* Herr-