Am Anfänge dieses Jahrhunderts waren die bibliographischenHilfsmittel , welche den Mathematikern zu Gebote standen , verhältnis -mäfsig ziemlich befriedigend . Für Aufsätze in periodischen Schriftenund Abhandlungen gelehrter Gesellschaften konnte man das Reper-torium commentationum a societatibus literariis editarum( tomus VH , 1808 ) von Reuss zu Rate ziehen , und ein Verzeichnisder separat herausgegebenen mathematischen Bücher gab Murhard ’ s Litteratur der mathematischen Wissenschaften ( I — V ,1797 — 1805 ) . In der That war die mathematische Litteratur damalswenig umfangreich und leicht zu überblicken , da nur wenige Zeit-schriften mathematische Aufsätze enthielten , und die gelehrten Gesell-schaften , welche in betracht kamen , das Dutzend nicht beträchtlichüberstiegen .
Im Laufe des Jahrhunderts haben sich nun diese Verhältnissesehr geändert , und zwar auf eine für die mathematischen Forscherwenig günstige Weise . Nicht als ob keine neuen mathematischenBibliographieen von irgend einem Wert erschienen wären . Im Gegen-teil sind deren viele herausgegeben worden , und unter diesen zeugeneinige von grofsem Fleifs und Gelehrsamkeit . So z . B . haben wir jaPoggendorff ’ s Biographisch - literarisches Handwörterbuchzur Geschichte der exacten Wissenschaften ( 1863 ) und diekürzlich ( 1896 ) begonnene Fortsetzung desselben von den HerrenFeddersen und Oettingen . Anwendbare Bibliographieen sind auchdas Handbuch der mathematischen Literatur von Rogg ( 1830 ) ,die Bibliotheca Mathematica von Sohncke ( 1854 ) und die gleich-namige Schrift von Erlecke ( 1872 — 1873 ) . Für besondere Länder