Band 
Erster Theil.
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197
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§. 16. Allgemeines, tz. 17. Großbritannien und Irland. 197

§u der bestimmten Grenze durch parallele Strecken aufgeschlossen wird,durch rechtwinklige Querschläge mit einander in Verbindung gestelltwerden, wodurch eine Anzahl kleinerer, aus 4 Seiten freistehender Kohlen-bstiler gebildet wirds die man dann gewöhnlich vom äußersten Endeder Grube anfangend bis zum Schachte hin herausnimmt und, wennkeine Berge zum Versetzen der Grube vorhanden sind, das Dach her-untergehen läßt oder nur hier und da, je nach den Bedürfnissen, mitHolz unterstützt oder einzelne Pfeiler stehen läßt. Die zweite Methode^Prd mit dem Namen ,, l.ong voll "-System bezeichnet, und findet indlelen Fällen eine vortheilhafte Anwendung, namentlich bei weni-ger mächtigen Flötzen, die arm an Gas sind, wohl aber in mau-ern Lokalitäten Thoneisensteinflötze im Dache enthalten. Es hat dieseMethode mit der vorigen gemein, daß zwei parallele Strecken aufge-fahren werden, dagegen werden in demselben Verhältnisse, wie diesefortrücken, die zwischen den Strecken stehenden Kohlenmittcl sogleich mit-getvonnen; man läßt dann das Dach nachbrechen, wodurch die nach-folgende Gewinnung der Eisensteine, mitunter aber auf Kosten der Si-cherheit für Grube und Arbeiter, erleichtert wird. Zum Schutze derHauptstrecken bleiben längs derselben Kohlenpfeiler von angemessenerstärke stehen, wie denn überhaupt das Nachbrechen des Daches nursoweit gestattet wird, daß vor den anstehenden Kohlen ein offener Raumfür den Arbeiter und Wetterzug erhalten wird.

Den von den Schächten ausgehenden Strecken giebt man entwederRichtung nach dem Streichen der Flöße, oder, wo die flache Lagekus Flötzes solches gestattet, lieber eine rechtwinklige gegen die Qucr-^bsonderungen der Kohlen, weil dadurch der Abbau erleichtert wird undMehr Stückkohlen gewonnen werden können.

Auch wird es bei gasreichen Kohlenflötzen gewöhnlich als uner-läßlich erachtet, jene Strecken vor dem Angriff der Pfeiler zu Felde zuReiben, um dadurch eine Entgasung des Kohlenfeldes zu bewirken und^n nachfolgenden Abbau mit mehr Sicherheit führen zu können.

Das allen Kohlenflötzen, bald mehr, bald weniger eigene Kohlen-Masserstoffgas, welches in einem gewissen Verhältnisse mit atmosphäri-scher Lust gemengt erplodirend wird, und die für das Leben des Berg-mannes, so wie die Sicherheit der Grube so gefährlichen schlagendenMetter bildet, unschädlich zu machen, bildet eine Hauptaufgabe desBergmannes. Es ist daher auch gerade in England wegen des aus-gedehnten Steinkohlenbergbaues und des vielfältig dabei vorkommendenEohlenwasserstoffgafes, diesem Gegenstände eine besondere Aufmerksam-keit gewidmet, ohne jedoch zu einer befriedigenden Lösung gekommen zufein, wie die noch so häufig vorkommenden, mit Verlust von Menschen-leben und Eigenthum verbundenen, Erplosionen in den Steinkohlen-gruben beweisen.

Als Schutzmittel gegen diese Erplosionen befinden sich in der Aus-