Band 
Erster Theil.
Seite
234
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234 Klasse. Bergbauerzcugnisse :e.

Zeit mit Erfolg verkohlt worden sind, um als Substitut der Holzkohlezu,dienen.

Eine zweite Sammlung ist die von Christ. Harkort zu Hark-orten theils aus dem Kohlenbecken von Westfalen , theils aus dem inder Grauwacke liegenden Kalksteinzuge zwischen Jserlohn und Elberfeld .Die im letzteren vorkommenden Braun- und Rotheisensteine, sowie diein neuster Zeit aufgefundenen reichen Lager von Thon- und Kohlen-Eisenstein (llluele-bsinl) in der Nähe der Ruhr sind für die Zukunft derEisen-Industrie besonders wichtig. Das in dem erwähnten Kalkstein-zuge entdeckte Vorkommen von Blciglanz, Schwefelkies, und namentlichGalmei ist ebenfalls in der Sammlung vertreten. Dieses Erzvorkommenin einer so günstigen Lokalität für Leichtigkeit des Transportes undBeschaffung eines billigen Brennmaterialeö hat den Aussteller Christ.Harkort bewogen, einen Prospektus zur Gründung eines „Bergisch-Märkischen-Bergwerksvereines" zur Nutzbarmachung dieser Fossilien,namentlich von Galmei, Blei, Eisenstein, Braunstein, Schwefel, Alaunund Steinkohlen, in den Bergamtöbezirken Essen, Bochum und Siegenerscheinen zn lassen ').

Das Kupfer

gehört in Deutschland zu den weniger reichlich vorkommenden Metallen,und hat nur eine Vertretung durch die Mannsfelder Gewerkschaft, welche diebekannten Kupferschiefer und Sandcrze, sowie die bei deren Verschmelzungfallenden Zwischen- und Endprodukte geliefert hat, wovon sich das imGasflammofen aus Schwarzkupfer raffinirte Kupfer durch seine Güteauszeichnet. Das ausgestellte Silber ist durch den in neuster Zeit, stattder Amalgamation, eingeführten Augustinschen Silberscheidungsprozeßdargestellt, der, so viel man erfahren konnte, in Folgendem besteht: Derbeim Rohschmelzen erhaltene Kupfersteiu mit 48 bis 54 Pfund Kupferund 145 bis 176 Grän Silber wird durch Pochen, Mahlen undSieben in ein feines Pulver umgewandelt, und in dieser Form inFlammöfen mit oder ohne Zusatz von Kochsalz geröstet, wobei im erstenFalle Chlorsilber und im letzteren schwefelsaueres Silberoryd gebildetwird. Dieses wird mit heißein Wasser, das Chlorsilber aber mit einergesättigten Kochsalzauflosung ausgelaugt. Aus diesen Auflösungenfällt man mittelst metallischen Kupfers das Silber, süßt es mit Wasser-aus, breuut es in einem Flammofen fein und gießt es hieraus inFormen.

Blei.

Da, wie bereits erwähnt ist, das Erzgebirge und der Harz sich nichtan der Ausstellung betheiligt haben, so ist es nicht überraschend, dasBlei nur sehr schwach vertreten zu sehen. Die Esch Weiler Berg-baugesellschast zu Stollberg lieferte eine Sammlung roher Erzeaus den dasigen Gruben zur Erzeugung von Blei, Silber und Zink,