2Zß I- Klasse. Bergbcmerzeugmssc;c.
in dem man ihnen für eine gewisse Zeit Chlorgas zuleitet, wodurchChlorgold entsteht, welches, mit Wasser ausgelaugt, aus der sauerenAuflösung durch Schwefelwasserstoffgas niedergeschlagen wird. Ausdem erhaltenen Schwefelgold wird durch einfaches Glühen und Schmelzendas reine Gold dargestellt.
Kobalterze haben in der Ausstellung nur eine Vertretung dervorzüglichen Siegner Kobalte durch Ph. Grafs zu Siegen.
Manganerze bilden seit einigen Jahren einen Hauptgegenstandder Gewinnung und Ausfuhr, und sind, außer in der bereits erwähntenSammlung des Hcrzogthums Nassau, namentlich durch I. Biege! zuBliesen in Rheinland, I. H. Herthum zu Ilmenau , Rosenbcrgund Comp. und W. Briet und Comp. zu Gießen , ausgestellt.
Quecksilber ist von Felthauö zu Wetzlar eingesandt nebsteinigen reinen Stücken von Zinnober aus einem neuerlich entdecktenFundorte in der Nähe von Wetzlar .
Steinkohlen, zwar auch nicht so vertreten, als es deren ausge-dehnte Gewinnung hätte erwarten lassen, waren von der GewerkschaftSälzer und Neuack zu Essen und F. Hantel in Ruhrort , sowieKoaks von gewaschenen Kohlen von Math. Stinnes in Mühlhcima. d. Ruhr eingesandt, und lieferten den Beweis für die Güte derwestfälischen Kohlen.
Braunkohlen bilden in Deutschland ein sehr wichtiges und ver-breitetes fossiles Brennmaterial, wovon in der Ausstellung aber nurdie geringeren Qualitäten aus der Wetteran und von Dürrcnberg, außerden bereits erwähnten des Westerwaldes, vertreten waren.
Graphit war zwar nicht als solcher ausgestellt, wohl aber durchL. Kapeller zu Hafnerzell in Bayern , in Form der berühmten undvorzüglich gearbeiteten Jpser Tiegel, welche volle Anerkennung fanden.
Bernstein , der bekanntlich in ansehnlicher Menge an der Ostsee-küste Preußens gewonnen wird, und das vortreffliche Material zu Psei-senspitzen, Schmucksachen und ähnlichen Ornamenten liefert, war inseinem rohen Zustande in Stücken von ungewöhnlicher Größe bis zu6 Pfund 4 Loth schwer, durch W. Mannheimer in Königsberg ,C. L. Teßler und D. F. Teßlcr in Stolp, sowie in einer reichenSammlung mit Einschlüssen von Insekten durch W. Roy in Danzig ausgestellt.
Asphalt hatte nur einen Aussteller, Henning zu Limmer beiHannover .
Lithographir-Steine waren von F. A. Schwartz zu Soh-lenhofen in zwei Tafeln von 5- Fuß Länge und 4/ 2" Breite, diegrößten in der Ausstellung, eingeliefert, die den alten Ruf der Sohlen-hofcr Steine vollkommen bewähren.
Mühlsteine fanden mehrere Vertretungen durch S. Landau zuAndernach in zwei vorzüglichen Lavamühlsteinen, Michels daselbst