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Z. 43. Getraide, Hülse,lfrüchtc, Wurzelgewächse.
Vereinigte Staaten von Nordamerika .
Aus den Vereinigten Staaten waren Walzen, Roggen, Gersteund Haser in großen Proben geliefert, die dem Ansehen nach vorDeutschem Getraide wenig oder keinen Vorzug verdienten. Dagegenwar eine reiche Sammlung von Mais in großen Kolben mit voll-kommenen Körnern in allen Farben vorhanden. Man unterscheidetM Nord-Amerika 2 Hauptsorten von Mais, Steinkorn-Mais (llmteoi-n),Und Kürbiskern-Mais (Zourclseecl-ooru). Erster stammt von Aeu-Uuis, Linnö, ab und begreift sämmtliche in Nord- und Süddeutschland bekannte Maissorten; sie zeichnen sich durch einen Eiweißkörper aus,Welcher in seiner ganzen Peripherie dickhornartig ist/ so daß er nichtohne bedeutenden Kraftaufwand zermalmt werden kann. Anders ver-hält es sich mit den Kürbiskern-Maissorten; sie stammen ganz bestimmtuicht von Aea-Nuis, Linnö, ab, sondern gehören einer anderen, bisheruoch nicht beschriebenen Art an, welche zeither in Deutschland nichtbekannt war, noch weniger kultivirt wurde. Der Same hat Aehnlich-keit mit einem Kürbiskern, der Eiweißkörper ist durchweg mehlartig,blendend weiß, läßt sich leicht mahlen und liefert ein weit schöneresMehl in reichlicherer Menge. ') Ausgestellt war unter andern auchPferdezahn-Mais in allen Nüancen. — Schöner Leinsamen und reiner,vollkommener Rothkleesamen verdienen erwähnt zu werden.
Frankreich hatte nur eine verhältnißmäßig kleine SammlungGetraide geliefert, von welcher aber zwei Proben Weiß walzen undZwei Proben Rothwaizen Erwähnung verdienen. Dasselbe gilt vonblauem Russischen Waizen, welcher seit 1848 in der Normandickultivirt wird.
Belgien hatte eine sehr zahlreiche Sammlung von Sämereiengeliefert, von denen ganz besonders mehrere Proben sehr schönen Rog-gens,-als die besten der ganzen Ausstellung, genannt werden müssen,kkuter etlichen 30 Waizenproben sind weißer Winterwaizen, vonMittwe van Peemanns zu Corbeck-Look in Brabant, weißerUnd rother Waizen, von D'Hollanders zu Moeryeke in West-rändern, und ganz besonders Waizen und Roggen von BaronMertens bei Namur als schön zu nennen.
Der Zollverein war hinsichtlich des Getraides sehr wenig ver-treten. Der landwirthschaftliche Verein zu Sangerhauscnhatte ein Kästchen mit Waizen, Roggen u. dergl. ausgestellt, welchew>t dem gewöhnlichen Englischen und Belgischen Getraide gleich gestelltWerden konnten. — Erich (München ) und Hammerschmidt's Ei-°am (Regensburg ) hatten Bayrischen Waizen, letzterer auch Roggen,