ZOO m. Klasse. Nahrungsmittel und verwandte Gegenstände.
Appell aus Griesheim (Großherzogthum Hessen) schönen Wald- undGrassamen ausgestellt.
Zum Anbau in Deutschland scheinen sich nach dem Gutachtenmehrerer in London anwesend gewesener Deutscher Landwirthe H fol-gende Getraidearten, Hülsensrüchte rmd Wurzelgewächse zu eignen:
1. Mummy-Talaverp-Walzen, Pommerscher Walzen und Ur-bridge-Waizcn, ausgestellt vom landwirthschaftlichen Vereinaus Schottland .
2. Sommer.-Walzen, ausgestellt von I. Drummond Nr. 29.)Sommer - Walzen von D. Laurent, und Varenncs - Erbsen vonJonas Sydney; sämmtlich aus Kanada .
3. Roggen, ausgestellt von Coosemans zu Kesseloo in Brabant.
4. Sechszeilige Gerste, Chancellor - Gerste, Schottische Gerste,Hopetow-Hafer und Potato - Hafer, ausgestellt vom landwirth-schaftlichen Verein aus Schottland .
5. Balfours-Mangold-Wurzel, Rothe Norfolk-Turnips, RotheGlobe-Turnips, weiße Norfolk- und Globe-Turnips, Laurencekirk- undTankard-Turnips , Grüne Norfolk- und Globe-Turnips und Browzedwarftvp - Schwedische Turnip, ausgestellt vom landwirthschaft-lichen Verein, aus Schottland .
') Mittheilung des Herrn Dr. Klotzsch, Mitglied der Akademie der Wissenschaf-ten in Berlin .
0 Die Herren R. Lehman», aus Nitschc bei Schmieget im GroßherzogthumPosen, und A. Anders, aus Flämischdorf bei Neumarkt in Schlesien.
A. 44.
Mehl.
Eine andere Folgenreihe, als bei dem Getraide, ergiebt sich, wennman die verschiedenen Mehlproben der Ausstellung einer verglei-chenden Untersuchung unterwirft; denn hier tritt Oesterreich , welchesin Getraide nichts Nennenswertstes ausgestellt hatte, mit Amerika ,dessen Dauermehl bekanntlich in allen Gegenden der Erde einen gutenRuf hat, erfolgreich in die Schranken. Die Mehlproben beider Länderrepräsentirten zugleich die beiden dermalen gangbaren Mahlmethoden.
Während der Englisch -Amerikanische Müller meist durch eineneinzigen Mahlprozeß Hülse und Mehl zu trennen und dabei sehrgroße Kleien zu erhalten sucht, um nicht der weißen Farbe des Mehlsdurch eingemahlene Kleienstäubchen Eintrag zu thun, waren die Oester-reichischen Mehlproben meistens nach dem System der nwature eeo-nomigue hergestellt. Nach demselben wird durch mehrmaliges Ausschüt-ten zuerst Schrot, nachher Gries gewonnen. Die so erzeugten Gries-sorten ergeben sodann durch weiteres Mahlen die verschiedenen Mehl-