Band 
Erster Theil.
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§. 60. Britischer Flachs, Werg und Heebe.

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Daneben zeigten sich die in verschiedenen andern Gegenden Irlands gezogenenFlachsprobe,^ welche den gehechelten Flachs in den verschiedenen Graden seiner Fein-et ersehen ließen. Wie sehr der Nutzen des Flachsbaues von den, Grade der Sorg-l»mleit nnd Geschicklichkeit in der Behandlung des Flachses, oder in seiner Zurich-tung für den Markt abhängt, ist durch Flachsprobeil aus Monaghan , im WertheU°n Ztz M 45 die Tonne, Throne 42 Lstr., Down 48 bis 52 Lstr., Armagh ^ bis 54 Lstr., Antrim 68 bis 100 Lstr., dargetha» worden. Die von der gedach-ten Gesellschaft ausgestellten zahlreichen Proben der nach der patentirten SchenkschenWarmwaffer-Röst-Methode') zubereiteten Flachserzeugnisse aus einzelnen Flachsbau-agenden Irlands , von verschiedener Qualität und Farbe, in den verschiedenen Sta-dien der Bearbeitung, so wie die aus solchen Erzeugnissen gesponnenen Hand- und

, nen-Garne n. s. w. zeigen klar die großen Vorzüge dieser Methode für das^spinnen, wie für die weitere Behandlung, das Bleichen, Färben, Verweben w.^ Garnes.

y Einige Proben von Südirländischem Flachse, ausgestellt durch die Königliche. .uerbau-Gesellschaft in Dublin , zeugten unzweideutig von den Anstrengungen,^ das südliche Irland macht, das Monopol des Flachsbaues dem Norden zuentreiße,

, Sadler, Fenston nnd Cvmp. zu Belfast . Selbstgezogener Flachssamen ge-„ "'ut in Irland mehr und mehr Wichtigkeit, besonders da man gefunden, daß diempathie, die man gegen den Iwme sorvecl seeü hegte, größtentheils unbegründetDie verschiedenen Stadien vom vollständig reifen Flachsstroh bis zum fertigbOPonnenen Garn, waren in Proben anschaulich gemacht.

Der Chevalier Cl außen, 26 Gresham Str., London , zeigte Flachsmuster ausOt Stadien der Zubereitung, vom Stengel bis zum Gewebe, welche nach dem ihmT"°ntirten Verfahren zum Verspinnen auf Maschinen für Baumwolle, Wolle und°>de als Surrogat oder Beimischung dieser Stoffe präparirt waren; Garn undbllr», und ungefärbt, aus Flachs erzeugt, Flachs-Baumwolle, Flachs-Wolle,

Seide und zu verschiedenen anderen Artikeln verarbeiteter Flachs. Ebenso auch^uf und andere Faserpflanze», durchweg oder nur zum Theil nach der oben ange-^ enen Methode präparirt. Wir kommen unten darauf zurück.

^ b- Wenden wir unter Beachtung des Dargelegten uns zur Charäkterisirung des^ltischx,, Flachsbaues, so liefern die ausgestellten Flachse den sprechendstenetvejz, paß das Vereinigte Königreich sich in weniWn Jahren durch, Hebung und^erbesserung dieses Kultnrzweiges neben Belgien in die erste Linie gestellt hat.

vor 10 — 15 Jahren war der Flachsbau der Britischen Inseln ganz vernach-^>Pt und auf einer niedrigen Stufe; jetzt schon steht Irländischer Flachs in der^ ^te zwischen den besten und den ordinairen Sorten, und warten die Spinner jetzt jedeskhr ^ Flachserndte Irlands ab, ehe sie sich mit den theueren Kontiuental-Achsen versehen, und in der That ist bei einer guten Flachserndte Irlands ^ Einfuhr von guten ausländischen Flachsen um ein Drittel niedriger, als anderesichre.

Dieser günstige Erfolg ist nicht allein den Maßregeln von Seiten der Regie-.^8 und den Anstrengungen von Gesellschaften und Privatpersonen, die sich Aus-bhnung und Verbesserung des Flachsbaues zur Aufgabe gestellt hatten, da der Be-"rf resp. Jmp^t von rohem Flachs im Verhältniß zu dem Wachsen der Manufak-^ stieg und daher jährlich bedeutende Summen für Rohmaterial ins Ausland gin-sondern vielmehr mehreren Umständen zu verdanken, die dazu mit das Ihrige^trugen. Mehrjährige Mißerndten der Kartoffeln, niedrigere Preise von Getraide,Folge der Tarifreform, welche den Gewinn des Getraidebams in Großbritannien ^rland bei der thenren Rente des Bodens und hohem Arbeitslöhne, bedeutendänderte, und dann auch mehrjährige gute Flachserndten bei dennoch hohen Flachs-