§. 60. Britischer Flachs, Werg und Heebe. 365
lollte. Verkauf des Flachses mit den Samenknotcn, und ohne die letzterenlu>» Viehfutter, wie die Engländer es thun, zu verwenden, wird aber gewiß eineimmer größere Verarmung des Bodens herbeiführen, und ist die stattfindende. iide-Wirthschaft ohnehin nicht geeignet das Dünger-Kapital zu vermehren. Re-gent glaubt deshalb als schlicßliches Ergebniß seiner Forschungen über den Briti-schm Flachsbau aussprcchen zu müssen, daß dieser Wirthschaftszwcig in unserm.Mischen Vaterlande in den dafür geeigneten, mit dem erforderlichen Boden ausge-statteten Gegenden, mit günstigerem Erfolge, als in England, und namentlich in Jr-a»d betrieben werden kann.
e. Bei der Flachsbearbeitnng hat unstreitig die Art der Röste oder desOstens auf die Güte des Flachses und selbst auf.die Größe der Ausbente eine»"scheidenden Einfluß. Bis vor wenigen Jahren hatte man nur zwischen der Than-"der Rasen-Röste und der Wasser-Roste die Wahl. Die Mangel der ersteren sind all-tt"nein anerkannt. Die Wafferröste findet sich in Belgien am vollkommensten aus-bildet. Dessenungeachtet ist sie auch hier mit mannigfaltigen Jnkonvenienze» und"seht geringen Kosten verbunden. Es ist daher von der größten Wichtigkeit, daß,fahrend die Vervollkommnung und Vermehrung der mechanischen Spinnereien diesteife hex Garne und der daraus gefertigten Fabrikate ermäßigt, dadurch die Kon-lunitioii steigert und zu einer größeren Ausdehnung des Flachsbaues führt, gleich-idltig hie bereits bezeichneten neuen Verfährnngsartcn zur Bearbeitung des Flachsesluach der Claußenschen und Schenkschen Methode) auftreten.
Das eine, wie das andere Verfahren ist auf die eigenthümliche BeschaffenheitFlachspflanze berechnet. Der Stamm dieser Pflanze besteht bekanntlich aus dem^"bz, der Faser und dem Bindemittel, welches die' Fasern zusammenheilt. BeiBereitung der Pflanze für feine Fabrikate ist es nothwendig, die reine Faserden holzigen Theilen und dem Pflanzeneiweiß zu scheiden. In dem gewöhn-ten Verfahren wird dies durch Gährung bewirkt, welche man durch die beschwerliche»nd unsichere Röstung in stehendem Wasser unter Entwickelung unangenehmer undtödlicher Ausdünstungen hervorzurufen pflegt. Bei dieser Röstung gehen diejenigenlchMizeutheile rein verloren, welche dem zum Flachsbau bestimmten Boden nothwendigt°der zugeführt werden müssen, wenn seine Tragbarkeit nicht geschmälert werdenDie beiden neuen Methoden kommen darin übereiu, daß sie diese Wiederznfüh-möglich machen.
.. Claußen's Verfahren besteht in drei Veredelungen. In der ersten Stufe werdentrockenen Stengel durch die Walzen einer Handmaschine gezogen, welche 10 Lstr.vsiet. Der obere Theil dieser Brechmaschine wird durch ein Ercentrikum auf undbewegt, und so der durchgehende Flachs zerdrückt. Die beiden fein kannelirten^vrnen Walze» empfangen den Flachs, nachdem er aus dem eigentlichen Brech-tparat kommt. Dann wird der Flachs durch irgend eine schlagende Bewegung von"" größten Theile der holzigen Bestandtheile gereinigt. So werden ^ des Volumenswd Gewichtes entfernt, dadurch dem Flachsbauer die Kosten des Transportes des"lleriäls zum Verkaufsmarkte erspart und zugleich die Möglichkeit an die Hand ge-rben, bey, B^en grade die ihn erschöpft habenden Mineralsubstanze» wieder zu ge-k", und so dem so oft gehörten Einwand gegen Flachsbau, daß die Pflanze denvde» z» sehr erschöpfe, zu begegne». Die so bereitete Faser mag selbst mit Vyr -wie die Erfahrung lehrt, zu groben Fabrikaten, als Tauen, Netze», Segel- und
Hern -c. benutzt werden. , . . - Verfahren bezweckt die Zerstörung der
Der zweite Theil m ^ !"-ßen s ^ wie oben erwähnt
du bindenden kleberar rgen Theile seiner holzigen Theile befreite, oder
«ch. »d,»> W.I., . D»,m» >«-» d" A-ch- « <"»