Band 
Erster Theil.
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406
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406 IV- Klasse. Vegetabilische und thierische Stosse.

Quelle entnommen sein dürfte, denn dieser soll enthalten: Feuchtigkeit 10, flüchtig^Bestandtheile SO, Stickstoff 12,5,

Der Centner Guano kostet aus dem Lager der Gebrüder Behrend in Berlin (nebst einer kurzen Gebrauchs-Anweisung) 4Rthlr, 10 Sgr,; bei Eccins und Sohnin Frankfurt a, d, O, 4 Rthlr. 12^ Sgr, per Centner Brutto, Die Versendungerfolgt in Säcken von circa 120 Pfund.

Auch die Handlung Poppe und Comp, in Berlin , (Neue Friedrichsstraße Nr. 37)übernimmt die Lieferung ächten Peruanischen Gnano's,

Die genannten drei Handlungshäuser haben die Verpflichtung übernommen, dassder von ihnen zu beziehende Guano von derselben Beschaffenheit und Güte se>Uwerde, als die nbergebenen Proben,

IV. Knochen und Knochenmehl

für Zwecke der Düngung, auch Hörner und Menschenknochen, waren von A. Raiu-sah London , vonl Agenten T, Peterson, Trinity Chambers, Water-Lane, Tower St.,dem Centralkommittee von Neuschottland, sowie von Kanada , dem Kap, AegYPteWOstindien und Ceylon eingesandt. Rohes Fischbein, znm Theil in gewaltigen Di-mensionen, wie ganze Wallfischkinnbacken, welche man in England ebenfalls zu Dün-ger verarbeitet, waren eingeschickt von Vandiemensland und aus den Vereinigte»Staaten,

Knochen^) wurden bereits vor mehr als 40Jähren in großen und zunehmendenQuantitäten zur Düngung der Rüben verwendet. Bis zur jüngsten Zeit ist dieNatur ihrer Einwirkung auf die Rüben sehr unvollkommen aufgefaßt worden, undihre wirkende Kraft wurde hauptsächlich ihrem stickstoffhaltigen Leim zugeschrieben-Gebrannte, von dem Leim befreite Knochen, haben aber beinahe dieselbe, ja wohlnoch bessere Wirkung, Liebig behauptete, daß die wirkende Kraft der Knochen inihrer Phosphorsäure liege und zeigte, wie Vortheilhast es sein würde, wenn man ffeflüssig als sauren Phosphorsauren Kalk in Wasser aufgelöst benutzte. Die Knochenerdebesteht aus Kalk und Phosphorsüure, in dem Verhältniß von 51 Prozent Kalk u»d48^ Prozent Phosphorsäure. Von dieser Verbindung enthalten die Knochen gege»57 Prozent, weniger die Hörner, Hufe, Klauen, sowie das Fleisch und die Exkrementedes Hornviehs, Sie findet sich auch in den Getraidepflanzen aller Art, namentlichin den Samenkörnern derselben und vorzugsweise im Waizen, und wird in der Ascheder Pflanzen, namentlich der Gemüsegattungen und der Kruziferen, zu welchen dieRübe gehört, angetroffen. Man findet überdem den Phosphorsauren Kalk in jeder»Boden, der sich durch Fruchtbarkeit auszeichnet. Wie er in den Knochen sich vor-findet, ist er nur schwer löslich durch Wasser, doch etwas löslicher in solchem, wel-ches Kohlensäure enthält; dagegen löst er sich in Schwefelsäure ziemlich leicht a»sEs bilden sich dann neue Verbindungen; die Schwefelsäure bildet mit einem Theildes Phosphorsauren Kalks schwefelsauren Kalk, und die Phosphorsäure mit eine'»kleineren Theil jenes Kalks ein saures und lösbares phosphorsaurcs Salz, 3"England war der Herzog von Richmond der erste, welcher die von Liebig gegebenenWinke praktisch benutzte, indem er Rüben mit dem lösbaren Phosphorsauren Kalk, inWasser verdünnt, düngen ließ. Der Erfolg dieses Versuchs führte zu der Fabri-kation von saurem phosphorsaurem Kalk aus Knochen, welcher durch eine Mischungvon Kohle oder sonstigen trocknen Substanzen getrocknet wird, so daß er als Streu-dünger benutzt werden konnte.

Auch die von Herrn Lawes zu Rothamsted in der Nähe von St, Alban, Hrr ^fordshtre, veranstalteten umfassenden Versuche haben den Phosphorsauren Kalk dermit Schwefelsäure behandelten Knochen, welcher außer dem Phosphorsauren Salzeauch die stickstoffhaltigen organischen Materien enthält, als einen der kräftigsten D»wger, namentlich für die Rüben, aber auch für andere Früchte, erwiesen. Natürlich