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Erster Theil.
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415
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§. 65. Jinprcigmrte und ausgetrocknete Hölzer. 415

sessoicles, in der Liverpooler Sammlung einige Arten von Drioptolemoa.3» der erlvähnten Sammlung von Harcison (IV- 6) wird Ostindisches, Merikanisches,brasilianisches, Honduras - und Afrikanisches Rosenholz unterschieden. Das Merika-^ckche ist gelbroth, das Brasilische dunkelbraun wie Nußbaum mit schwarzen Zügen,"nd vielleicht ist es dies Holz, was mau in Deutschland mit dem Namen Palisanderoder Polysander belegt, denn dies Wort haben wir in der IV. Klaffe der Ausstellung"lcht angetroffen. So ist auch das Wort Ceder mehrdeutig, obschon darunter meistens^uucheruz virAiniaua gemeint ist, von welchem Holze bekanntlich die Bleistifte ver-trügt werden. Im Spanischen wird die Koürela oäorata unter Leckro verstanden.Aus Neuseeland waren Holzarten von Tao Rui unter Nr. 2l, 38 und 48 Uew Lea-aus Van Diemeusland mehrere Sammlungen durch Brownrigg, Hood,^ac Naughten, Whitesides und Haddeu, und von der Maria-Insel durchöowler gesendet. Man sieht leicht, welchen Vorsprung die Englischen Kunstschrei-"rr, Dreher rc. vor denen anderer Länder in dem leichten Bezüge mannigfaltiger,N allen Verwendungen sich eignender Holzarten haben.

Nordamerikanische Hölzer waren aus dem Staate New Uork von Pell(6. 8t. Nr. 115), aus Südkaroliua von Bell (Nr. 176) und de Saussure(Nr. 17 g L), aus Vermont von Thompson (241) herbeigebracht worden. In derspanischen Abtheilung hatte die Direktion des Madrider botanischen Gartens u. A.Unter Nr. 186 eine Menge Hölzer aus Kuba , unter 187 eine Sammlung von 213Arten von den Philippinischen Inseln gesandt. Unter den Kubanischen ist der^Uchstabenfolge nach das erste abey maclio oder llacsrauüa 8»Araeaua: dies magüwhl ebenfalls unser Polisander sein, da nach Karmarsch roservovcl, .lacarsneia,Nvlisander und Pockholz verschiedene Namen einer und derselben Art find.

II. Jmprägnirte und ausgetrocknete Hölzer.

Sir William Burnett (Kl. IV. Nr. 7) hat die Zurichtung des Holzes, umdas Verfaulen desselben zu verhindern oder aufzuhalten, und es in den Stand zu(etzen, den zerstörenden Angriffen von Thieren und Pflanzen widerstehen zu können,versucht, und Patente auf seine Methode, diesen wünschenswerthen Zweck zu erreichen,benommen; er nennt es „Burnettiren" (buruettire). Die Flüssigkeit, welche nach die-ser Methode in die Poren des Holzes eingetrieben wird, besteht aus einer Auflösungdon Zinkchlorid. Holzstücke brauchen 18 — 21 Tage zur Zubereitung. Auch wirddieses Mittel zur Erhaltung von Hanf-, Baumwoll- und Wollgeweben und Hauten"Ngewendet. 'Vergl. Dingler, Polyt. Journ., Band 78., Seite 482.

An der südlichen Wand im Erdgeschoß sah man einige andere Proben von Holz,^ren Poren mit Eisen-Oryden ausgefüllt find, wodurch es eine große Dauerhastig-^>t und eine Gebrauchsfähigkeit erlangen soll, die es sonst nicht haben würde.

Die lange Zeit, die zum Trockenwerden des Bauholzes erforderlich ist, führt8roße Unannehmlichkeiten niit sich. Zur naturgemäßen Austrocknung sind oft dreibis vüi.. Jahre nothwendig, nach welchen das Holz erst in einen brauchbaren Zu-gelangt. Dieser Uebelstand hat viele Versuche hervorgerufen, auf künstlichem"^ege eine schnellere Trocknung zu bewirken.

Nr. 28. Charles Henry Newton in London (Plough Bridge, Rotherhithe)^"t ein patentirtes Verfahren, Hvlzstücke in einer Trockenkammer durch schnell ein-m'imende heiße Luft auszutrocknen. Er zeigte Englische und ausländische Hölzer in rohemgleichzeitig in getrocknetem Zustande, in welchen sie nach seinem Verfahren binnenwenigen Wochen versetzt worden sind. Der Vorgang besteht darin, daß Ströme er-wärmter Lust unablässig in einen großen Raum eingelaffen werden, in welchem dieBretter sorgfältig auf die hohe Kante aufgeschichtet sind, doch so, daß zwischen jedem