Band 
Erster Theil.
Seite
456
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-456 IV Klasse. Vegetabilische und thierische Stoffe.

sches Fischbein von verschiedenen Farben, zu Griffen an Peitschen, Spazierstöcken undzu Teleskopen, sowie aus den Barte« (Fischbeinplatten) geschnittene Stücke weißenund schwarzen Fischbeins.

Westall und Comp., 6!) Aldersgate St., Muster von Fischbein und Fabri-kate aus denselben, ein interessanter Satz zahlreicher Proben zur VeranschaulichuNgder Anwendung des Fischbcins. Die darin enthaltenen Barten (tins) des Wali-sisches bestehen aus dreiseitigen Tafeln mit befransten Rändern, deren Fasern bei denBarten-Walen senkrecht von dem Gaumen des Oberkiefers herunterhängen. Diest Horntafeln stehen der Länge nach in zwei Reihen, und ihre borstigen Ränder diene»als Filtrirer, um kleine Gallert-Thiere und Ruderschnecken (llnatinK mollusl»)fest zu halten, von denen die Barten-Wallfische größtentheils leben. Diese Hor»-tafeln sind sehr zahlreich und die mittleren an, größten. Nicht alle Walisische sinddamit versehen, und bei den Finnwalen, welche auf dem Kreuz eine Finne habe»,sind die Tafeln bedeutend kleiner, als bei dem gemeinen Wallfisch. Die schönste"Fischbeinstücke, welche sich in der Ausstellung befinden, rühren vom Grönländische"Wallfisch (Kaiser,!, m^sticotum) her. Produkte verwandter Gattungen sind ebenfallsausgestellt, unter anderen des Finnwals aus der Gattung kaianogter», dessen Bewe-gungen so schnell sind, daß es äußerst große Mühe kostet, ihn zu fangen. Einigtmerkwürdige und elegante Fischbein-Mannfakta sind nebenbei ausgestellt, z. B. e>"eleganter Hut aus Abfällen von Fischbei», Rosetten und andere Verzierungen a>"Pferdegeschirr, Körbe und Netzwerk ,c.

Der Amerikaner E. Goddard in London brachte zwei Schulterblätter vo>"Polar-Wallfische (Kalamin m^ticotns), gefangen in dem Arktischen Meere nahe beiKamschatka durch das Schiff Envoy, Kapitain Walker von New-Bedford , Masachusettö-

In der Indischen Sammlung befand sich ein Knochen des Boaller Fisches (8^lurns Lavier,), womit die Judier die Baumwolle reinigen und kämmen. ^)

Unter den Produkten aus Van Dicmensland zeichnete sich ein Packet Fischber"der Laiaona austiaiis, eingesendet von S. Moses, und die Zähne des Pottwalbfisches (kli^seter sg.) aus. Das erstere bildet einen wichtigen Ausfuhrartikel diess^Kolonie.

V. Muscheln (sliolU),

die in vielen Flüssen und Meerestheilen gesammelten, meistens aus Kalk bestehende"Schalen von Wasserthieren, finden als Schmnckgegenstände, aber auch zur Anst^Wahrung von Malerfarben (Muschelfarben), zur Servirung von Speisen, zum Kalk-brennen, znr Erzeugung von Mnschelsand, in Ostindien auch zum Kauen, hierzu n»Betel (Vreca) vermischt, u. A. vielfachen Verbrauch.

Indien sandte 6->moo-Schalen durch M. Jacob; Perlmntterschalen von de"Arrn- und Sulu -Inseln. Van Dicmensland brachte Mnschelarten der LloncI,"'und einige glänzende Halsbänder, welche die dortigen Eingebornen aus diesen gewun-denen Muschelarten machen, indem sie dieselben durch Säuren abschälen, so daß >"""die Perlmutter unter der Oberfläche sehen kann.

Bahamas sandte schöne Muscheln und Mnschelarbeitcn. In den letzteren ß"^vorzügliche weiße Muscheln ungeheuer viel angewandt; dies sind hauptsächlich klei«°Datteln (Schneckenart) und Schalen einer Poiiina. Die bunten Blumen sindSchalen der karciinm, N)-tiius, Lucina und Deiüna gemacht. Die Aehren des W-"'zens sind von der Loiumbeiia. Zu den Kelchen einiger Blumen sind einige Sreig^kunstvoll gebraucht. Alle Arten Muscheln, welche bei der Zusammensetzung derßen Krone und bei den kleineren Arbeiten angewendet worden sind, werden auf unse^Seite des Atlantischen Oceans nicht gefunden.

VI. Perlmutter.

T. Staigt, 12 Wälbrook, Fabr., Schnittsachen in Perlmutter .