§. 75. Muschel», Perlmutter , Perlen. 437
W. Terbitt, North Crescent, Bedsord Sq., Fabrikant, Kartendose von Perl-mutter !e.
Diese schöne Substanz, welche gegenwärtig in Papiermache -Fabriken in großerblasse verbraucht wird, ist die perlartige innere Bekleidung gewisser Muscheln. Diegewöhnlichste Sorte kommt von verschiedenen Gattungen der ^vicnla her (F.vicula">»8-witikera, jetzt Lleleuziün» marxaritiker»), einem zweischaligen Muschelthier, wel-ches besonders in den tropischen Meeren in Menge angetroffen wird, und mit derAuster oder Kamm-Muschel einigermaßen verwandt ist.
Das Indische und stille Meer liefern den größten Theil der -dvicula, dieM dem Handel vorkommen. Man unterscheidet verschiedene Arten Perlmutter ,^ie grüuohrige Muschel, die in Verbindung mit der ^vicula zum Einlegen ver-raucht wird, ist eine Ilaliatis oder Ohrmuschel, eine einschalige Mittclgattung zwi-schen Proelnis und Napfmuschel. Mehrere größere Arten werden von Neuseeland >a den Handel gebracht; die einzige Gattung, welche die Europäischen Meere be-lohnt, die Ilaliatis tnbercnlata, wird in Guernsey gefunden, und wegen ihrer Perl-mutter ausgeführt. Eine reiche Gattnug der Tnrba ist von China zu demselbenEnde angebracht worden, die jedoch mehr zu den gröberen Arbeiten aus Perlmutter ,als Messergriffen w. verwendet wird. Kameen werden häufig aus den Schalen derKrösus -Gattung geschnitten.
Aegypten sandte breite und schmale Perlmutterblättcr.
VII. Perlen
Umd die harten, weißen oder gelben rundlichen Körper, welche in verschiedenen Mu-scheln sich durch Auswüchse aus ihrer innern glänzenden Wand, durch eine Absoude-*ling des Perlmutterstoffes bilden.
I. Nclis zu Omagh in Irland , Grafschaft Throne, sandte Schalen der Snß-^affermnschel Dino marAaritikera, gefunden in den tiefsten Theilen des bei Omaghvorbeifiikßonden Flusses Strule (Frischwaffer), mit den darin gefundenen Perlen. Diesederlei, sind indessen im Vergleich mit den von der wahren Perl-Auster (AeleagrinaMarAgritilera) nur von untergeordneter Güte.
Die Perlen, welche von den Küsten Norwegens eingesendet wurden, sind, derUlteneu und schönen Form wegen, merkwürdig. Sie haben denselben Charakter, wieIrischen Perlen.
Indien sandte 34!) Stückperlcn aus den Fischereien von Kurachee, über SindUnd Bombay. Sie find klein und haben wenig Werth, ausgenommen für die, welcheÜe als Arznei gebrauchen, nämlich die Perser und einige der Indischen Hakums.
Perlaustern fand man in Kurachee nicht vor den Zeiten Meer Moorad Ali^han's. Man gewinnt sie auf folgende Weise (Bericht aus Bombay),
Die Austern kommen zur Flulhzeit an das Ufer; wenn die Flnth fällt, bleiben^ liegen; es werden dann Cooli's gebraucht, welche sie aufsammeln, sie in Boote^agen, und sie alte nach Kceamarcc bringen. Da werden die Schalen aufgebrochenü»d man nimmt die Perlen heraus, unter der Aufsicht der Real-Pächter, welche derTulpone Regierung jährlich eine gewisse Summe für den Perlenkontrakt bezahlen.3uerst bezahlte man jährlich nur 50t) Rupien, aber einige Zeit später gab man fürschelben Zeitraum 40,000 Rupien. Jetzt verkauft die Regierung sogar das Recht,^ Schalen zu untersuchen, ob noch Perlen darin geblieben sind.
Süßwafferperlen in ihren Schalen von Moorschedabad; 37 bleibn,emBündel Perl-Austerschalen von Tenasserim; Schalen aus Zanzibar , über Bombay:Bombayschalen (so werden sie in Indien genannt); man bringt sie in großer Anzahl
3anzibar, und es wird gesagt, daß sie nach England oder den Ländern amMittelländischen Meere gebracht würden, zn Kameen. Die ausgestellten Proben sind