Band 
Erster Theil.
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458
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458 IV- Klasse. Vegetabilische u»b thierische Stoffe.

von der tlassis ruf». Kauris und Cyprei werden von den Malediven eingeführt, undin Indien als Geld gebraucht.

Die Perlfischerei ist in Ceylon ein Monopol der Regierung. Die Plätze undZeiten, wo und wann sie betrieben werden soll, und die Zahl derer, welchen erlaubtist, darauf auszugehen, werden durch Bekanntmachungen verkündigt. Ein Viertelder gefundenen Perlen gehört den Tauchern, die anderen drei Viertel werden in öf-fentlicher Auktion verkauft. Die Revenüen, welche man aus dieser Quelle bezieht,bringen jährlich im Durchschnitt 14,000 Pfund ein; zuweilen erhielt man beinahedreimal so viel; seit 9 Jahren haben sie 145,000 Pfund eingebracht.

VIII. Korallen

ist das kalkige, dichte, baumartig gestaltete Gehäuse einer im Meere lebenden Poly-penart, welches jetzt vielfach als Material für gewerbliche Verarbeitung, insbesonderezu Galanteriegegcnständen benutzt wird.

Algerien sandte Proben von rothen Korallen aus den großen Korallenfische-reien La Calle's, der Hauptguelle dieses kostbaren Produktes des MittelländischenMeeres (Oorallium nabele). Es ist der Stamm eines zu den Polypen (rmtlioruoui),gehörigen Thiergewächses.

IX. Straußen ei er

dienen im Orient zur Verzierung; in der Türkei hängt man sie an die Decken derMoscheen zwischen die Lampen. Vom Kap, wo dergleichen auf den Sandhügeln, aufdenen der Strauß sie ablegt, gesammelt werden, und wo die Eier von den Hotten-totten in glühender Asche eines Holzfeuers gekocht, und als Delikatesse °) genossenwerden, waren dergleichen Eierschalen, außerordentlich hart und fest, wie sie zu ver-schiedenen nützlichen und zierlichen Gegenständen verarbeitet werden, ausgestellt. AuchAegypten hatte deren gesendet.

Ein sehr großer Afrikanischer Elephantenschädel befindet sich in der anatomi-schen Sammlung der Universität zu Berlin zur Vergleichung.

Prinz Waldemar von Preußen, Königl. Hoheit, brachte von seiner IndischenReise einen außerordentlich großen mit, der noch in seiner Sammlung zu Berlin ist-Ein solcher Kiefer ist auch im Berliner zoologischen Museum,ckell^-kislie«. Die Engländer nennen alle Wafferthiere Fische (8I>oN-ksI>!Schalenthier).

Z Im Berliner Museum zeigt man solche Floßenknochen, welche von BritischGuiana (Effeguebo) kamen.

°) Ein Europäer kann sie auch essen und gut finden; siehe meine Reifl-

Lichtenstein.

8- 76.

Thierische Fette, Talg, Wallrath, Wachs und anderethierische Fette und Oele.

Das thierische Fett, dem Pflanzenfette (s. oben 8. 63) verwandt,lagert sich in vielen Geweben des thierischen Körpers ab, besonders imZellgewebe unter der Haut, zwischen den Faserbündeln der Muskelnund in der Bauchhöhle in den Falten des Netzes.

Wir unterscheiden nach derKonsistenz starre: Wachs, Talg und Speck 'weiche: Butter und Schmalz, welches, seiner Substanz nach nntSpeck identisch, die festere Konsistenz desselben durch das Ausscheiden der