Band 
Erster Theil.
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464
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464 IV. Klasse. Vegetabilische und thierische Stoffe.

Der Fabrikant H, Castelle ans Paris zeigte wasserdichte Gelatine in Blättern,Glaspapier. Krystallpapier, bedruckte Gelatine, geprägte und geformte Gelatine, Ge-latine zum Bedrucken, Zeichnen, Prägen, zu Blumen und Theaterschmuckwerk alsneue Erfindung.

V. Der in neuerer Zeit bekannt gewordene Marineleim Jeffery's, ein neuesHolzcement, bestehend aus einer Auflösung von Schellack und Kantschuck in Naphta mitAusterschalen, im Wasser unauflöslich und überhaupt nicht schwindend, war von den Er-findern Jesfery, Walsh und Comp. zu Limehouse ausgestellt, um seine Nützlich-keit für den Schiffsbau, Dauerhaftigkeit und Sauberkeit zu zeigen. Er gestattet beimBau der zusammengesetzten Masten (mmlomast«) sich der Danziger und anderer Bal-tischer jnuger Hölzer, anstatt der braunen Fichten zu bedienen.

VI. Britisch Guiana sandte Hausenblase (Einglass) von dem Wels (Silurus, Engt. kilbaZre oder kllbactior). Die Welse kommen in den GniantscheNFlüssen an vielen Orten vor.

Es ist nicht die Schwimmblase allein, sondern die Gedärme überhaupt, die dieZchthyvcolle liefern, welche von Morison und Knor in vorzüglicher Qualität ein-gesendet war.

Aus Labuan sandten Hammond und Comp. Hausenblase aus den Einge-weiden von Fischen des östlichen Archipelagus, welche sich durch ihren besonders zähen,leimigen Charakter auszeichnen sollte.

Auch aus Rußland , England, Frankreich , der Türkei und Indien war Hausen-blase ausgestellt. Die Russische Hansenblase ist entschieden von Stören.

Aus Indien sandte Dr. Walker Hausenblase von, ?»I)-uomu8 plobesns, wel-cher Bengalische Hausenblase liefert. Ein anderer Fisch, der Hausenblase liefert, kamaus Arrakan, unter dem Namen Chuppa.

') Technisches Wörterbuch nach Ure von Karmarsch und Heeren, Prag 184ä.III. S. LOl. Blumenbach S. S4S. Auch in Japan , wo es die größte Art von Sei-denwürmern giebt, wird ein ähnliches Verfahren beobachtet.

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Blut, Eiweiß für chemische Zwecke, Moschus, Zibeth, Ambra.

I. Getrocknetes Eiweiß, aus gunnuiartigen, spröden, gelblichen glänzendenKörnern, bestehend, läßt sich, mit Wasser übergösse», zu einer, dem frischen Eiweißsich ähnlich verhaltenden Masse wieder lösen, und hat deshalb für die Gewerbe wwfür die menschliche Nahrung Werth. Solches Eiweiß war von dem Franzose"H. Alton in Aunonay ausgestellt.

II. Blutwasser (Forum sauAuiuis, sorum albumiuoux), ein Ersatzmittel fürdas Eiweiß in allen seinen Verwendungen, insbesondere in Druckereien, beim An-streichen w., indem es ebenfalls Eiweiß enthält, war von den Patent-Inhabern aufein Bereitungsverfahken, dem Chemiker Bey er und Comp. zu Paris ausgestellt.

III. Moschus (musk) oder Bisam, die heftig riechende Absonderung des Mo-schusthieres (Nasclms moscliikerus), von wichtigem Gebrauche in der Heilkuust. Ge-wöhnlich kommt der Moschus in den sogenannten Beuteln oder Säcke» nach Europa ,in welchen er sich an dem lebenden Thiere erzeugt, und die ganz ausgeschnitten wer-den. Er würde an Werth und Gewicht verlieren, wenn man es anders machU'Moschus war in Körnern und Beuteln aus Affam und Bombay, wohin er von Ade»gebracht zu werden pflegt, ausgestellt.

Künstlicher Moschus war von den Fabrikanten Godfrey und Cooke zu London ,und Moschuswurzel (liousso, 8umbul) von Savory und Moore daselbst ausgestelW