Band 
Erster Theil.
Seite
642
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642 VII. Klafsc. Bürgerliche Baukunst.

dienen. Wir erwähnen in dieser Beziehung die unter Rr. 152, England, von B»"'nclt und Comp. ausgestellten vortrefflichen Modelle der patentirten eisernen Sich^'heitsläden vor Fenstern mid Thüren, ventilirende Fenster und Waterklosett's »"^Uriniranstalten, und nehnien wegen der letztem Bezug auf die in, §. 9 Seite 1^des amtlichen Berichts bereits gemachten Andeutungen.

Sehr vollständig und ausgezeichnet find die Bohrwerkzeuge von Laue in t>e>Schweiz unter Nr. 65, und diejenigen von Mulot u. Sohn in Paris , unter Nr. 6»ausgestellt. Sowohl für den Bergbau, für deu Ban der artesischen Brunnen,für die gewöhnlichen Untersuchungen des Baugrundes bei Land und Wasserbautensind diese Apparate von unschätzbarem Werthe.

I!. Gegenstände des Wegebaues.

Z. 170.

Nicht ohne Interesse waren die von Woods unter Rr. 42 ausgestellten Must^von seinen patentirten Straßenpflasterungen, nach dem Namen des Erfinders „Wood'sonisches Straßenpflaster" benannt. Diese Art Pflaster besteht aus Steinen »"Holz; entweder sind die Holzblöcke mit Rinnen versehen und diese mit Steine» »"Kies ausgefüllt, oder es wechselt eine Reihe oder Schicht Steine mit einer ReilssHolz im regelmäßigen Verbände oder in bestimmten Mustern ab.

Bei den unter Nr. 137 Klasse I. von W. Sim ausgestellten verschiedene"Granitsorten, befand sich eine Probe Straßenpflaster von schottischen Granitsteine"'in gehörigem Verbände mit ein Zoll starken Fugen nach der Breite des Pslaste'pverlegt. Die einzelnen Steine waren gut bearbeitet, hatten 6 Zoll Höhe und na"'der Länge, 3 Zoll obere und 3^ Zoll untere Breite. Die Länge der Ste>"^war abwechselnd 6 bis 12 Zoll. Die Zurichtung der Steine mit großem GrN"^'oder Standflächen hat unstreitig das Gute für sich, daß ein Senken derselben nicht ^leicht erfolgen kann als bei der in Deutschland üblichen Methode, „die Steine ke"'förmig," also der Englischen Art gerade entgegen, zu versetzen. Andrerseits hat »"'sere Methode den Vortheil, daß die Fugen möglichst enge werden und sehr wc>ü§Füllmaterial bedürfen. Die Engländer bedienen sich zur Ausfüllung der Querfug^(d. i. nach der Breite der Straße) eines guten Kalkmörtels; dahingegen werde»den Langsugcn (d. h. nach der Länge der Straße) die Steine scharf aneinandersetzt; indem sie in der Breite nicht verjüngt bearbeitet sind. Die Querfugen habe"unstreitig den großen Vortheil, daß die Pferde mit den Stollen sicher eingreifen kö"'neu, was bei den vielen Lastfuhrcn in England von großem Werthe ist.

Bei der außerordentlich starken Abnutzung des Straßenpflasters in Englandnamentlich in London , ist man ununterbrochen bemüht, Verbesserungen einzufuh^und es dürste hier wohl am Orte sein, über die neuesten Pflasterungen Londou's Ei"^ges mitzutheilen.

Bei jeder Um- oder Reupflasterung einer Straße wird vor allem dafür gesorg»daß eine feste Unterlage von gleichmäßigem Material beschafft werde. ,

In der Regel wird eine 6 bis 12 Zoll. starke Lage gereinigter Kies aufgebrawund festgestampft, 'und hierauf die Pflasterung ausgeführt. In sehr frequenten Sll"'

ßen werden Pflastersteine von 9 bis 12 Zoll, in minder frequenten Straßen >»

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nur von 6 bis 8 Zoll Höhe verwendet. Die Breite der Steine beträgt in dergel nur 3 bis 4 Zoll; so daß also die Fugen in 4zölliger Entfernung naBreite der Straße, sehr wesentlich zum sichern Gange der Lastthiere beitragen,erfolgte»! Abrammen der Steine werden die Fugen mit Kalkmörtel vergossen, der

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