Band 
Erster Theil.
Seite
645
JPEG-Download
 

^ 172. Wahl der Bahnlinien und Kvnstrnktion der Bauwerke. 645

^ wie die angewandten Systeme sind die einzelnen Dimensionen, welche von der"flüssigen Stärke bis zur geringsten Grenze der Tragkraft, ja in einzelnen Fällenjum Unzulänglichen wechseln.

Die vorhandenen Schriften und Kupferwerke enthalten zwar viele Beispiele der1 .^wlenen Konstruktionen, jedoch fehlen in denselben die Angaben über viele derMigsix,, Bauweisen, da die Englischen Werke über das Jngcnicnrwesen in der Re-aus Kompilationen bestehen, welche oft von nicht Sachverständigen bewirkt sind.^ Wo es an Höhe nicht fehlt, hat man sich ziemlich allgemein der Massiv-Kon-Eion bedient. Bei der Billigkeit des Materials in manchen Gegenden sind inhoher Dammschüttungen viele Viadukte, im Rnndbogenstyl überwölbt, aus-

^luhrt.

br ^^beisen-Kvnstruktionen werden in neuerer Zeit sehr wenig in Anwendung ge-^ Die Verbindung des Gußeisens mit dem Schmiedeisen, wo man beides alsden ^genseitig unterstützend und tragend verbunden hat, ist gänzlich verworfen, nach-' Mehrere dergleichen Brücken zu Unfällen Anlaß gegeben haben.

Im Anwendung des Gußeisens kommt außer der Tragkraft bei ruhiger Be-^ "W auch das Verhältniß der Massen der KonstrnktionS-Theile zu den mit großer^chwindigkeit darüber bewegten Massen in Betracht. Bei der Verbindung von^»'iedeisen und Gußeisen aber außerdem noch die ungleiche Ausdehnung beider"alle Der Nichtbeachtung dieser Umstände dürften daher wohl die stattgehabten^älle Zuzuschreiben sein, namentlich die Zerstörung der Brücke bei Ehester im Jahreso wie der Bruch einer, aus 35 Fuß freiliegenden gußeisernen Trägern be-chkndei, Brücke auf der Manchester-Sheffield -Bahn bei Gainsborough im vori-^" Jahre.

r, Holz-Konstruktionen find in neuerer Zeit nur wenige und selten zur Ausfüh-"S gebracht.

j„ . dagegen ist das Eisenblech zur Herstellung großer Spannungen in neuerer Zeitausgedehnter und zum Theil in sehr sinnreicher Weise in Anwendung ge-^ber nicht allein zu Brücken, sondern auch zu allen möglichen anderen Kon-^°uen ist dasselbe benutzt. Bei den Brücken werden die Systeme der Röhren-de und der Blechträger-Brücken oder das Stevenson'sche und das Fair-d,^"'sche System unterschieden, obwohl ein prinzipieller Unterschied nicht vorhan-

großartig ausgeführten Werke und die schnelle Verbreitung dieser Kon-ü>eü ^°" lieben den besten Beweis für deren praktische Anwendbarkeit. Nichts desto-wird man bei großen Brücken durch Anwendung des Gittcrsystcms eben sooeilhast gleiche Zwecke erreichen können.

"els "st sehr hüglige und gebirgige Land hat häufig die Anwendung von Tun-W ».""thwendig gemacht, und oft findet man dieselben an solchen Stellen, wo mange "llschland Einschnitte vorgezogen haben würde, was zum Theil auch durch denl>ed ^ Werth der Grundstücke und durch die Schwierigkeit der Erwerbung derselben"St wird.

l«at ^ Tunnels sind, so weit sie besichtigt wurden, durchweg für 2 Geleise ange-""t Ausnahme des sehr langen Tunnels auf der Manchester-Sheffield-Bahn,^ b» welchem man aber jetzt den zweiten Tunnel gebaut hat, da der eingeleisige""k ^eser freqnenten Bahn den BerkehrS-Verhältnisscn durchaus nicht ge-»en ^uf der Mehrzahl der schiefen Ebenen, welche früher nnt stehenden Maschi-dktrieben wurden, hat man jetzt den Lokomvtivbetricb eingeführt.