§. 174. Einrichtung der Bahnhöfe.
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Die Einrichtung der Stationsgebäude ist selbstredend sehr verschieden. Auf denationen erster und zweiter Klasse finden sich gut eingerichtete Wartezimmer, wobei" der Regel die Räume der verschiedenen Klaffe», immer aber die Räume für Her-^ »nd Damen getrennt find.
» Billetverkauf erfolgt auf den Eingangsflnren in besonders abgetheilten Lo-
fnrtiiten und zwar für verschiedene Klassen, oft auch für verschiedene in Verbindungchende Bahnen an verschiedenen sehr kleinen Fenstern, über welchen aber deutliche^^ichniingen angebracht sind. Auch befinden sich vor den Fenstern Barrieren,eiche den Andrang des Publikums verhüten, so daß immer mir eine Person zur^bcditioii gelangen kann.
Auf den Stationen dritter Klasse sind die Warteränme oft überaus unvollkom-unbequem arrangirt, oft findet man auch an beiden Seiten nur die obenge-^chten kleinen bedeckten Hallen. Besondere Gepäck-Erpeditions-Räume sind in der^l g^. vorhanden, welche auch bei dem üblichen Verfahren bei der Gepäck-"vahinx „j^t nöthig sind. Restaurationen findet man in der Regel auf den klei-ren Stationen gar nicht, dagegen ist überall für höchst paffend gelegene Beqnem-^chkejten gesorgt, wobei überall durch Anwendung beständiger Wafferznströmnug jeder^uch beseitigt ist. Diese nicht nur auf den Eisenbahnen, sondern überall in Eng-übliche so überaus angenehme und empfchlensmerthe Einrichtung wird aller-"36 an vielen Punkten durch das Vorhandensein großer öffentlicher Wasserwerke,ßerdem aber durch das günstige Klima, bei welchem selten sehr strenger, lange an-
halte
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nder Frost eintritt, sehr begünstigt.
Ein sehr wesentlicher und auf alle Betriebs-Einrichtungen höchst einflußreicher
^ichied zwischen der Mehrzahl der Deutschen , insbesondere aber den Preußischenzwischen den Englischen Bahnen macht sich in der Eintheilnng und Anlage der^"hnhofz-Geleise und der sämmtlichen damit in Verbindung stehenden Betriebs-"ulichfejtm bemerkbar, welcher dadurch herbeigeführt wird, daß man sich in Eng -" durchweg der Drehscheiben (vergl. oben S. 543) zur Vermittelung der Verbin-*"3 und znr Bewerkstelligung des ganzen Bahnhofs-Verkehrs bedient, während^n diesseitigen Bahnen die Benutzung der Drehscheiben als einen großen^ eistand betrachtet und selbst die unvermeidlich nothwendigen Drehscheiben zum^nden der Lokomotiven und Tender in der Regel so legt, daß sie ganz außerhalb^^kiebs-Geleise liegen und aus keine Weise zur Verbindung derselben, sondernMm Wenden der Maschinen benutzt »'erden können. Um die Verbindung»ffchen den verschiedenen Geleisen herzustellen, bedient man sich auf den DeutschenI, i" den mchrsten Fällen ausschließlich der Weichen, während man deren An-lle^ England so viel als möglich vermeidet und sie nur da anbringt, wo derErgänz ganzer Züge oder von Lokomotiven von einem Geleise in das andere un-Uneid^ch sst. Ix nachdem man nun das eine oder das andere Prinzip festhält,ultx„ sich pjx Geleis-Anlagen wesentlich verschieden,lest führt als Uebclstände der Drehscheiben an, daß die Unterbrechung de
dx/ "ud die Anlage beweglicher Theile in denselben nicht nnr nachtheilig sei,
»UF ^ vieler Beziehung sogar wesentliche Gefahren für den Betrieb herbeiführe,hä a ^ ^ früher übliche sehr mangelhafte Konstruktion der Drehscheiben und deren"uge Reparaturbedürftigkeit wohl viel zu deren Beseitigung beigetragen,je,, Es ist daher die Anlage von Drehscheiben in solchen Strängen, welche von gan-->n' ^"3m passirt werden, in Deutschland als unzulässig erachtet. Auch nimmt mander, ^ ^ Betriebsmittel bei Benutzung der Drehscheiben viel mehr ruinirt wer-P als bei Benutzung der Weichen, indem die starken Schläge, welche beimlstren der Drehscheiben entstehen, wesentliche Nachtheile mit sich führen,leis nun auch die Anlage von Drehscheiben und die Unterbrechung der Ge-
E Udenfalls als ein Uebelstand angesehen werden muß, so sind doch augenschein-
der Ge-son-